Vor allem ab Mitte der 70-iger Jahre begann das Heiratsalter der Mitteleuropäer allgemein zu steigen. Mittlerweile heiraten der Großteil der Männer im Alter von 30 bis 33 Jahren und die meisten Frauen zwischen 28 und 30. Vor fünfzehn Jahren trauten sich Männlein wie Weiblein noch unter 30 diesen großen Schritt für die (ge-)traute Zweisamkeit zu tun.
Jung zu heiraten manchmal ein Fehler
Paare, die sich sehr jung kennen lernen, laufen häufig Gefahr, nach ein paar Jahren nicht mehr „die Richtigen“ füreinander zu sein. Sie waren in der Zeit ihres Zusammenlebens in ihrer geistigen Entwicklung weiter gewachsen, sind gereift. Viele Verliebte wachsen dabei aber auseinander und reifen – oft auch durch ihre berufliche Karriere - zu Charakteren heran, die miteinander nicht mehr viel gemein haben. Aus dem kleinen Duckmäuschen wird in etwa eine gestandene und selbstbewusste Frau, ihr Lebenspartner, auf den sie am Anfang ihrer Beziehung auf gesehen hat, hat sich jedoch in dieser Zeit nur kärglich weiter entwickelt. Eine gewisse Unzufriedenheit und Enttäuschung schleicht sich in die Beziehung, man hat sich immer weniger zu sagen und es kommt in der Folge nicht selten zum Bruch. Haben sich die beiden in der Zwischenzeit schon „ver“heiratet, so ist eine Scheidung die schmerzliche Folge.
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