
Dauerstress und überlange Arbeitswochen machen unproduktiv
Seid mal ganz ehrlich zu euch selbst! Wieviel Stunden pro Woche sitzt ihr im Büro vor dem Rechner? Und wieviel davon arbeitet ihr tatsächlich? Ich habe mir mal den “Spass” gemacht und meine eigene “Arbeitszeit” analysiert. Und das war erschreckend! Maximal 30% meiner bis zu 90 Arbeitsstunden habe ich tatsächlich produktiv gearbeitet.
Selbst wenn man berücksichtigt, dass das Lesen von Blogs und Magazinen in bestimmtem Umfang zu meiner “Arbeit” gehört und dafür mal grosszügig eine Stunde pro Tag ansetzt, bleiben von 90 “abgesessenen” Stunden nur 34 produktiv gearbeitete. Der Rest geht für ständiges Checken der E-Mails, Instant Messaging und andere “willkommene” Ablenkungen drauf, von denen ich mich gerne von unangenehmen Aufgaben abhalten lasse.
So sehr ich auch das Internet mag. Aber glaubt mir – mit meiner Lebenszeit weiss ich besseres anzufangen, als 56 Stunden davon jede Woche für “seichtes” Netzentertainment zu verbraten.
Massnahmen: Zeitverschwender aus
Seit einigen Wochen habe ich die ersten zwei Dinge umgesetzt, die mir ein deutlich besseres Arbeitsgefühl vermitteln: Skype, Facebook & Co. bleiben während meiner Arbeitszeit aus und ich mache einen “definitiven” Feierabend.
Definitiver Feierabend
Früher habe ich immer den sogenannten “erstmal Feierabend” gemacht. In dem Wissen, dass ich später (meist Nachts) unbedingt noch “XY” machen muss, konnte ich nicht wirklich abspannen. Es hat ziemlich lange gedauert, bis mir das bewusst geworden ist.
Gleich nach dem definierten Feierabend verschaffe ich mir echte Ablenkung (Sport, Lesen, TV etc.), um die Gedanken ans Business abzuschütteln und in den Privatmodus zu schalten.
Ich werde an diesem Thema dranbleiben, um meine Arbeitswoche auf unter 50 Stunden zu drücken und dabei deutlich mehr als jetzt zu schaffen. Wenn ich die Zeitverschwendung weiter senke, müsste ja theoretisch eine 34-Stunden-Woche reichen ;-)
Eine interessante Case Study zu diesem Thema gibt es von 37Signals. Die Jungs haben von einer 5- auf eine 4-Tage-Woche umgestellt und damit sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Nächster Schritt: E-Mail
Im nächsten Schritt werde ich versuchen, den “Zeitkiller E-Mail” besser zu organisieren. Ich werde testweise mal allen Menschen, bei denen mir wichtig ist, dass sie mich schnell erreichen können, eine gesonderte E-Mail-Adresse geben bzw. das Telefon als Kontaktweg nahelegen.
Meine E-Mails werde ich dann max. 3 mal pro Tag (morgens / mittags / abends) checken. Aktuell checke ich immer, wenn E-Mails eingehen. Und das sind vermutlich 20-30 Mal pro Stunde.
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Kommentare:
Hallo Sebastian,
vermutlich kennst du es schon, aber ich kann dir für dieses Thema das Buch 4-Hour Workweek von Tim Ferriss empfehlen, hab es auch kürzlich gelesen und einige Dinge bringt er ganz gut auf den Punkt: http://www.amazon.de/The-4-Hour-Workweek/dp/0307353133/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1229190830&sr=8-1
Auch das Thema eMails findet darin große Beachtung, er erklärt wie er seinen Ryhtmus des eMails checken auf bis zu 1xpro Woche und teilweise 1x pro monat reduziert hat.
[...] Sebastian Fiebiger, GF von Softclick, hat seine Arbeitszeit von 90 h die Woche analysiert und dabei festgestellt, dass [...]