
Venedig Reiseführer
Venedig, die einstige Königin der Adria, dem Meer abgetrotzt, auf 116 Inseln und versenkten Baumstammwäldern errichtet, ist eines der beliebtesten touristischen Ziele in Europa. Sie ist vor allem für ihre besondere Lage im Wasser berühmt, die unvergleichliche Serenissima der Dogen. Sie ist nicht besonders groß, von fast irrealer Schönheit und eine kleine Weltstadt.
Saison
Venedig ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, sogar im Winter. Allerdings herrscht dann häufig Nebel, zuweilen kann es auch sehr stürmisch mit Hochwasser werden. Manchmal fällt sogar Schnee. Diese Wintertage mit ihrer glasklaren Luft haben aber auch ihren besonderen Reiz. Im Sommer herrscht in Venedig ein mediterranes Klima. Der Scirocco und die hohe Luftfeuchtigkeit machen den Hochsommer oft schwül. Ideale Reisemonate sind April/Mai und September/Oktober.
Natürlich ist Venedig vor allem Im Sommer und zum Carneval voll von Touristen, aber selbst im größten Trubel findet man abseits der Touristenpfade ruhige Plätze und Gässchen. Ein besonderer Pluspunkt Venedigs ist natürlich die Tatsache, dass keine Autogeräusche die traumhafte Atmosphäre beeinträchtigen. Bitte gehen sie auch in die kleinen Gässchen, es ist einfach zauberhaft, selbst wenn Sie sich mal verirren sollten.
Bilder & Fotos
Essen und Trinken
Beim Essen und Trinken sollte man die überfüllten Bars und Restaurants um Markusplatz und entlang der größeren Straßen meiden, da die Preise nicht immer dem entsprechen, was angeboten wird. Allgemein sind die Preise in Venedig etwas höher, da ja alles vom Festland herantransportiert werden muss.
Nouvelle Cuisine
In Venedig kocht man seit Jahrhunderten nach den Kriterien der Nouvelle Cuisine. Vier Grundelemente beherrschen die venezianische Küche: Polenta, Reis, Bohnen und baccalà (Stockfisch). Die Fischküche rangiert bei den Venezianern naturgemäß an erster Stelle. Dabei ist auch eine sehr rege kulinarische Fantasie angesagt. So färbt der Tintenfisch den Risotto schwarz (risotto nero), durch Hinzufügen von Safran wird er gelb. Ein weiteres berühmtes Reisgericht sind die risi e bisi und risi e figadini. Hierbei handelt es sich um eine Art dickflüssige Suppe, wobei die erste mit frischen Erbsen und die zweite mit Hühnerleber zubereitet wird. Bemerkenswert ist das Gericht risi in cavroman, bei dem der Reis in einer Soße aus Hammelfleisch gekocht und mit Zimt und Gewürznelken verfeinert wird. Zahlreich sind natürlich auch die Risotti mit Fisch. Köstlich sind die klassischen Fischgericht: die gegrillte Seezunge (sogliola alla griglia), der Seeteufel vom Grill (coda di rospo alla graticola), die geschmorten Tintenfische mit Polenta (seppie in umido con polenta) und natürlich die Frittura mista auf venezianische Art, das knusprige Fischallerlei mit Kräutersauce.
baccalÃ
Der baccalà , auch Stockfisch oder Klippfisch genannt, ist durch Trocknung haltbar gemachter Fisch. Es wird vor allem Kabeljau, Dorsch, Seelachs oder Schellfisch verwendet. Den Fischen werden Köpfe und Eingeweide entfernt, zusätzlich jedoch werden die Fische zum Entwässern gesalzen. Nach dem Einsalzen werden sie zum Trocknen ausgebreitet, früher geschah das auf Felsklippen am Strand.
Fische und Meeresfrüchte
Fische und Meeresfrüchte findet man auch bei den Pastagerichten. So zum Beispiel werden Spaghetti bisweilen mit einer Anchovissauce serviert, in der Lasagnette stecken Meeresfrüchte, die Tagliolini werden mit Scampi gefüllt. Zudem genießt man Stabmuscheln (cape lunghe), Miesmuscheln (cozze) in Weißweinsud, in Ingwer gedünstete Venusmuscheln (vongole), Krabben(molechi), Meerestrüffel (tartuffi di mare) sowie marinierte Sardellen (sarde in saor).
Wie bereits oben erwähnt ist der Maisgrieß der Grundstock für die variantenreiche Polenta, die zusammen mit Stockfisch (baccalà ), kleinen Krabben (schiè), geschmortem Aal (anguilla), mit Fleischragouts (al ragù) und Pilzen häufig auf den Tisch kommt.
Kalbsleber mit Zwiebeln
Das Angebot an typisch venezianischen Fleischgerichten ist eher bescheiden. Auf der Speisekarte findet man unter anderem Kalbsschnitzel in Gorgonzolacreme (piccata di vitello), Hasenfrikassee (fricassea di coniglio), Schmorbraten mit Wein (pastissada) und natürlich die bekannte Kalbsleber mit Zwiebeln (fegato alla veneziana). Hier ist das Rezept:
600 gr. Kalbsleber
2 große Zwiebeln
4 EL Olivenöl
4-6 Salbeiblätter
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Die Zwiebeln in sehr große Ringe schneiden und in 2 EL Olivenöl goldgelb anbraten. Die Leber in Streifen schneiden. Diese in einer zweiten Pfanne mit dem restlichen Olivenöl und 2 Salbeiblättern anbraten, bis sie nicht mehr rot ist. Jetzt erst die Leber salzen und pfeffern.
Zusammen mit den gebratenen Zwiebeln anrichten. Sie können auch den Bratensaft der Leber mit ein wenig Marsala ablöschen. Dazu essen die Venezianer am liebsten Polenta.
Bigoli
Erwähnenswert sind sicherlich auch noch die Bigoli, eine bekannte venezianische Nudelsorte. Die Bigoli gleichen dicken Spaghetti und werden mit einer speziellen Nudelpresse aus Weizenmehl und Eiern hergestellt.
Süßspeisen
Typische Süßspeisen (dolci) sind neben Tiramisù, das von Venedig aus um die Welt ging, eine Baisertorte mit Vanille (la meringata) und gekochte, in Zuckersirup getauchte Früchte (frutta cotta).
Feste und Events
Venedigs Feste beginnen im Januar mit der Regatta delle Befane, bei dem erwachsene Hexen um die wette rudern. Im Februar dann der berühmte Carnevale di Venezia (Beginn ca. 14 Tage vor Aschermittwoch) mit Maskenbällen, Theateraufführungen und buntem Treiben auf Gassen und Plätzen.
An einem der Märzsonntage Su e zo per i ponti, ein Volkslauf über die Brücken. Am 25. April findet das Festa di San Marco mit einer eindrucksvollen Prozession, einem feierlichen Hochamt in der Basilika, Gondelrennen auf dem Canale Grande und Volksfest auf dem Markusplatz statt.
Im Mai ist das Festa della Sensa – „Vermählung mit dem Meer“- sehenswert mit historischer Flottenfahrt von San Marco zum Lido.
Mitte Mai: Vogalonga: Rudermarathon auf dem Canale Grande.
Von Mitte Juni bis Anfang November findet alle ungeraden Jahre die Kunstbiennale statt.
Im Juli Regatta di Murano: Malerischer Gondelwettkampf auf den Kanälen der Glasbläserinsel.
Am 3. Julisonntag Festa del Redentore: farbenprächtiges Volksfest mit lampiongeschmückten Booten, Musik, Essen, Trinken und Feuerwerk zur Erinnerung an das Ende der Pest.
Erster Sonntag im August: Volksfest und Regatten von Treporti und Pellestrina.
Am ersten Septemberwochenende findet die Regata Storica statt. Eine Regatta historischer Boote mit Besatzungen in traditionellen Kostümen auf dem Canale Grande. Außerdem die internationalen Filmfestspiele von Venedig im Palazzo del Cinema auf dem Lido. Am dritten Septembersonntag Ruderregatta von Burano: historische Regatta mit anschließendem Polenta- und Fischessen.
Erster Sonntag im Oktober. Weinfest auf SantÂ’Erasmo mit Musik, Tanz, Schlemmen und Ruderregatta. Ende Oktober Venice Marathon.
Am 21.11. Festa della Madonna della Salute. In Erinnerung an das Pestgelübde von 1630 Prozession über die Pontonbrücke von S. Maria del Giglio zur Salute-Kirche.
Am 25. und 26 Dezember Gottesdienste zu Weihnachten in der Basilica di San Marco.
Anreise
Für die Anreise nach Venedig empfehlen sich Autobahnen und Hauptstraßen, die Bahn sowie das Flugzeug.
Auto
Die wichtigsten Routen aus Deutschland führen über Österreich und die Brennerautobahn A 22, die bei Verona auf die A 4 Mailand – Venedig trifft. Oder über die Tauernautobahn und weiter über die A 23, die bei Palmanova auf die A 4 Venedig – Triest stößt.
Die Anreise aus der bzw. über die Schweiz erfolgt via Splügenpass, St.-Gotthard-Tunnel oder Simplonpass nach Mailand und über die A 4 nach Venedig. Über den Fahrdamm Ponte della Libertà geht es dann direkt nach Venedig. Die Parkhäuser nahe der Altstadt sind jedoch sehr teuer und meistens auch überfüllt. Preiswerter sind die Festlandparkplätze von Fusina, Treporti und Punta Sabbioni. Die beste Lösung ist wohl das Auto in Mestre zu parken und dann den Pendelzug nach Venedig zu benützen.
Parkplätze: Isola del Tronchetto, Zufahrt vom Festland über die Ponte della Libertà , Parkplätze und Garagen ganzjährig 24 Stunden geöffnet. Anschluss ins Zentrum: Vaporettolinien 4, 82, N (nachts).
Piazzale Roma, Parkplätze und Garagen ganzjährig 24 Stunden geöffnet, Anschluss ins Zentrum: Vaporettolinien 1,4 82, N (nachts).
In den Parkhäusern von Mestre-Fusina und Mestre-San Giuliano sind die Parkplätze nur in der Hauptsaison geöffnet.
Achtung, illegales Parken wird teilweise mit saftigen Geldbußen geahndet.
Außerdem berücksichtigen Sie bitte, dass die österreichischen und die Schweizer Autobahnen mautpflichtig sind (Vignetten an Tankstellen und Grenzstationen). Die Autobahngebühren in Italien werden nach Fahrzeugklasse und zurückgelegter Strecke berechnet. Die Maut wird bei der Autobahnabfahrt bezahlt. Besitzer der Viacard (beim ADAC, in Italien bei Banken, Sparkassen und an Kiosken zu 25 Euro und 50 Euro erhältlich) werden an vielen Mautstellen auf eigenen Fahrspuren bargeldlos abgefertigt.
Autobahntankstellen sind durchgehend geöffnet, die meisten übrigen Tankstellen Montag-Freitag 7-12.30 Uhr und 15-19 Uhr. Am Wochenende machen sie oft Schichtdienst. Auf den Hauptstrecken gibt es auch SB-Tanksäulen, die Geldscheine zu 5 Euro, 10 Euro und 20 Euro annehmen.
Bahn
Von Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren täglich viele Schnellzüge direkt nach Venedig-Santa Lucia. Außerdem gibt es von München aus einen Nachtzug der DB. Die Fahrzeit von München, Zürich und Wien beträgt jeweils circa 8 Stunden. Das Angebot wird noch zusätzlich durch zahlreiche Verbindungen mit Anschlüssen in Mailand, Verona und Mestre ergänzt. Vom Hauptbahnhof geht es dann mit Vaporettoverbindungen ( Linienbooten ) ins Zentrum: Linien 1, 4, 82, N (nachts).
Flugzeug
Der Aeroporto Internazionale Marco Polo in Tessera befindet sich am Ostrand der Lagune, etwa 13 km von Venedig entfernt. Neben Lufthansa, Swiss und Austrian wird dieser neuerdings auch von Billiganbietern aus dem deutschen Sprachraum angeflogen, unter anderem Hapag Lloyd (aus Köln, Hannover und Stuttgart), Air Dolomiti, United Airlines (aus Frankfurt und München, Erstere auch aus Düsseldorf), Helvetic Airways (aus Zürich) und Volare (aus Berlin). Zwischen dem Flughafen und der Altstadt bzw. Murano und Lido verkehren neben den teuren Wassertaxis (motoscafi) Vaporetti der Linie 1 zur Piazza San Marco (je nach Ziel 5-13 Euro, Fahrdauer ca. 1 Stunde) oder auch Linienbusse – ACTV-Bus Nr. 5 oder die Blauen ATVO-Busse (Fahrpreis. 1-3 Euro plus Gepäckgebühr).
Sehenswürdigkeiten
Piazetta (Vaporetto San Marco oder San Zaccaria)
Nähert man sich Venedig, wirken die beiden Säulen wie ein monumentales Eingangstor. Dieser kleine Platz, daher auch der Name Piazetta ist wie eine Bühne, die an Dekoration und Aussicht kaum zu übertreffen ist. Sie stimmt ein auf das Gesamtkunstwerk Venedig.
Palazzo Ducale (Vaporetto San Marco oder San Zaccardia)
Der direkt am Molo stehende Palazzo Ducale präsentiert sich offen und einladend und ist sowohl vom Wasser als auch vom Land aus zugänglich. Der Dogenpalast hatte die Funktion eines Regierungsgebäudes und Justizpalastes. Unbekannte Baumeister schufen zwischen 1340 und 1550 auf einem gewaltigen Rost aus Baumstämmen und Stein ein glanzvolles Schloss am Wasser, eine Luxusbleibe für Dogen, einen Staatspalast für die Aristokratie.
Der erste Bau erfolgte 812, als Doge Agnello Partecipazio die erste befestigte Wohnburg hatte errichten lassen. Nach dem Brand im Jahre 976 entstand ab 1175 ein erster Palast aus Stein. Schon bald wurden seine Ausmaße für die Macht und die Übermacht der 1800 Mitglieder des großen Rates aber zu gering. Ab 1340 wurde daher der Südflügel mit der Sala del Maggior Consiglio (Saal des Großen Rates) errichtet. Etwas 100 Jahre später glich man die Westfront an der Piazetta dem Stil der gotischen Südfassade an, in der die dekorative Eleganz arabischer Baukunst mit byzantinischen Ausdrucksformen verschmolz. Nach einem weiteren Palastbrand entstand zwischen 1483 und 1574 der erneuerte Ostflügel bereits im Stil der Frührenaissance.
Im Norden grenzt der 71 x 75 m große Komplex an den Markusdom. Im Osten verbindet die Seufzerbrücke den Palast mit dem Gefängnis. Fast alle prunkvollen Säle des Dogenpalastes können im Rahmen eines Rundganges besichtigt werden. Allerdings fielen viele ihrer ursprünglichen, von Guariento, Antonio Vivarini, Giovanni Bellini, Vittori Carpaccio und Tizian geschaffenen Gemälde Bränden zum Opfer und wurden von Jacopo Robusti und Paolo Veronese erneuert. Die Exponate, die heute im Museo dell’Opera (Museum der Bauhütte) links neben dem Haupteingang für Touristen untergebracht sind, sind Kopien. Die Originale stehen nun im Westflügel des Erdgeschosses und haben in den hellen Ausstellungsräumen an Wirkung gewonnen.
Biblioteca Marciana (Vaporetto San Marco oder San Zaccaria)
Die Biblioteca Marciana (Markusbibliothek) ist eine der größten Bibliotheken Italiens und eine der wichtigsten Sammlungen für griechische, lateinische und orientalische Hanfschriften. Die Bibliothek ist aus wertvollen Stiftungen hervorgegangen – die erste erfolgte 1362. Sie wuchs durch die Schenkungen weiterer Stifter und dank des einzigartigen Bestandes griechischer Handschriften wurde die Bibliothek seit dem 16. Jahrhundert zum Zentrum humanistischer Studien. Sie befindet sich neben dem Campanile di San Marco und besticht in ihrer Architektur durch die Verflechtung römischer und venezianischer Formen.
Ponte dei sospiri (Vaporetto San Marco oder San Zaccaria)
Die Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) liegt zwischen dem Dogenpalast und dem alten Gefängnis und führt über den Rio di Palazzo, einen etwa acht Meter breiten Kanal. Die Verurteilten wurden in die Haft oder zur Exekution über diese Brücke geleitet. Die Seufzerbrücke erhielt ihren Namen, als Gefangene auf ihrem Weg ins Gefängnis von hier aus zum letzten Mal mit einem Seufzen in Freiheit auf die Lagune sahen. Den schönsten Blick auf die Brücke hat man vom geschäftigen Ponte della Paglia, der seinen Namen von den Strohschiffen (paglia=Stroh) erhielt, die einst hier anlegten.
Piazza San Marco – Basilica di San Marco
Der Markusplatz ist der bekannteste und berühmteste Platz Venedigs. Er ist neben dem Piazzale Roma der einzige Platz der Stadt, der piazza genannt wird. Denn alle anderen Plätze Venedigs tragen den bescheidenen Namen campi.
Der Platz ist das Werk baulicher Geschlossenheit. Betrachtet man die Gesamtanlage der Bauten, welche die Räume abgrenzen, so stellt jeder von ihnen eine bezeichnenden Einheit in politischer, sozialer, ethischer und religiöser Hinsicht dar: die Kirche (Basilica di San Marco), welche die Überreste des heiligen Schutzpatrons, des Evangelisten Markus, hütet; der Dogenpalast, Sitz der Regierung, der höchsten Behörden, Wohnung des Dogen und Justizpalast; die Prokurazien, Wohnungen der höchsten Beamten des Staates, der Prokuratoren von San Marco; die Bibliothek, mit ihren kostbaren Sammlungen; die Münzstätte (Zecca) mit ihrer wirtschaftlichen und kommerziellen Bedeutung; der Uhrturm, der Gefängnispalast, der Glockenturm und schließlich die beiden Säulen des hl. Markus und hl. Theodor.
Im Sommer und während des Karnevals gehört der Platz den Touristen und Tauben, im Winter holt ihn manchmal das Hochwasser ein, wenn von der zum Canale Grande hin offenen Seite Stürme das Wasser in die Stadt treiben.
Der Markusdom war bis 1797 das zentrale Staatsheiligtum der Republik Venedig und ist seit 1807 die Kathedrale des Patriarchen von Venedig.
Der heilige Schutzherr von Venedig war ursprünglich der hl. Theodor, ein Heiliger, der zu sehr an die Abhängigkeit von Byzanz erinnerte. Später, als die sterblichen Überreste des Evangelisten Markus nach Venedig gebracht wurden, entschloss sich die Stadt sofort ihn als heiligen Schutzpatron der Stadt anzunehmen, während sein Symbol, der geflügelte Löwe, zum Symbol von Venedig wurde.
Die erste Markuskirche, ein rasch errichteter Holzbau (829-836) ging 976 in Flammen auf. Die zweite, eine dreischiffige romanische Basilika, Ende des 10. Jahrhunderts fertig gestellt, riss man Jahrzehnte später aus Eitelkeit und Geltungsbedürftigkeit ab. Die dritte, die im Wesentlichen während des Dogats von Domenico Contarini (1043-1070) entstanden war, verschlang platzgreifend das alte San-Teodoro-Kirchlein. Dieser Bau mit dem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes, blieb im Kern bis heute erhalten. Das Atrium bewegt sich um drei Seiten des Kreuzfußes. Die Säulen der Schiffe tragen die fünf großen halbkugelförmigen Kuppeln, die von einer zweiten Bleikuppel unabhängiger Konstruktion überdacht und von einer Laterne orientalischen Empfindens gekrönt sind. Von außen präsentiert sich die Fassade der Kirche in zwei Geschossen, wobei das untere von fünf großen und tiefen Nischenportalen gebildet wird. Zwischen den beiden Geschossen befindet sich eine Terrasse mit den vier Bronzepferden, die nach der Eroberung von Byzanz nach Venedig gebracht wurden. In der Halbkugel des ersten Portals befindet sich das einzige vom ursprünglichen Zyklus erhaltene Mosaik, das uns das einzige Bild der Kirche vor den Ergänzungsarbeiten zeigt.
Betritt man das Innere der Kirche, wird man von den Kostbarkeiten der Mosaikflächen überwältigt. Die Mosaiken erstrecken sich über eine Gesamtfläche von rund 4500 qm. Auf dem Hauptaltar befindet sich die Pala d’Oro, ein Werk der Goldschmiedekunst von unschätzbarem Wert, in dem die Figuren der Heiligen und der Jungfrauen die Dekoration aus Email, Edelsteinen und eingelegtem Gold beleben.
Darüber hinaus zieren über 500 antike Säulen aus Marmor, Porphyr, Jaspis Serpentin und Alabaster die Fassade und den Innenraum.
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Kommentare:
[...] Haupt! Ich gelobe Besserung.), hat man sich in der Reiseredaktion richtig Mühe gegeben und einen Reiseführer für Venedig online gestellt. Das Ding ist recht umfangreich und ziemlich [...]
Klasse Arbeit! Vielleicht wollen Sie einige unserer Panoramabilder Venedig bei sich einbinden?
Herzliche Grüße Marcel
Hallo!! Im Mai war ich auch in Venedig.. ich habe ein sehr gutes Parken gefunden, das Saba Venezia Mestre Hauptbahnhof Parken .. jemand kennt dieses Parken? Es ist nicht so teuer wie andere Parken (€ 80.00 gespart für 4 Tage!!) und es ist mit dem Santa Lucia Hauptbahnhof sehr gut verbindet!! Außerdem, gibt es auch einen Abschnitt von € 30.00 zu einkaufen !! Schau mal :
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hallo !! mein Beitrag !!wenn ich nach Venedig mit dem Auto fahre, parke ich immer hier:
das Saba Venezia Mestre Hauptbahnhof Parken .. jemand kennt dieses Parken? Es ist nicht so teuer wie andere Parken (€ 80.00 gespart für 4 Tage!!) und es ist mit dem Santa Lucia Hauptbahnhof sehr gut verbindet!! Außerdem, gibt es auch einen Abschnitt von € 30.00 zu einkaufen !! Schau mal :
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