Die besten Tipps
2017: So klappt es mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr

Gute Vorsätze kann Jeder! Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus? Wir verraten Euch, wie Ihr die Vorsätze dieses Jahr ganz sicher ins Ziel bringt.

ein Beitrag von Peter Gerst und Reinhold Stritzelberger

Vorsätze für 2017? Dieses Mal klappt es ganz sicher!

Vorsätze für 2017? Dieses Mal klappt es ganz sicher! (Foto: Joyseulay | Shutterstock)

Alle Jahre wieder, auch dieses Mal: Silvester stoßen wir aufs neue Jahr an – und auf die Ziele, die wir uns gesetzt haben. „Das ist die letzte Zigarette“, sagen wir – und verkünden Kuchen kauend, dass wir künftig auf Zucker verzichten, mehr Sport treiben, endlich die Homepage bauen wollen. Und wo wir schon dabei sind: die Projektleitung ergattern, das Wohnzimmer renovieren, regelmäßig bei der Oma anrufen. Je mehr Vorsätze, desto besser – denn mit dem Öffnen der Augen am Neujahrstag sind wir ja automatisch neue, bessere Menschen!

Es wird nicht funktionieren

Wir können garantieren: So wird das nicht funktionieren. Wenn wir uns zu viele, zu vage Ziele setzen, ist das Scheitern schon vorprogrammiert. Wir sind morgen keine neuen Menschen, und das müssen wir auch nicht sein. Aber wenn wir wissen, wie wir mit unserer Willensstärke zum Ziel gelangen, wie wir sie sogar steigern können – dann könnte es 2017 tatsächlich funktionieren, dass uns die Puste auf der Zielgeraden nicht ausgeht.

Eins vorneweg: Unsere Willensstärke funktioniert wie ein Muskel. Das bedeutet, dass wir sie überfordern, aber auch schonen und trainieren können. Mit diesen konkreten Methoden können Sie ihre Willenskraft stärken, ohne sich dabei zu verausgaben.

Überlegen Sie, welches Ihrer Ziele für Sie aktuell am wichtigsten ist. Dann setzen Sie sich ein festes Datum, bis wann Sie dieses Ziel realistisch umgesetzt haben wollen. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf dieses Ziel, bis Sie es erreicht haben. Wenn Sie zu viele Ziele anvisieren, steht Ihnen für jedes Ziel nur ein Teil Ihrer Willensenergie zur Verfügung – aber niemals die gesamte!
Denken Sie groß, wenn Sie ein Ziel wählen. Es geht nicht um unrealistische Erwartungen – aber je attraktiver das Ziel für Sie ist, desto größer Ihre Bereitschaft, dafür zu arbeiten. Gönnen Sie sich den optimalen Anreiz – und lassen Sie sich Visitenkarten drucken für die Webseite, die Sie online setzen wollen.
Werden Sie konkret! Statt vage anzudeuten, dass Sie dieses Jahr mehr Sport treiben wollen, präzisieren Sie: „Am 5. Juni will ich einen Halbmarathon laufen – und zwar in 2 Stunden 20 Minuten.“ Wenn dann der Fernsehabend mehr lockt als die Trainingsrunde, rufen Sie sich ins Gedächtnis: „Wenn ich jetzt nicht laufen gehe, schaffe ich den Halbmarathon am 5. Juni nicht unter 2 Stunden 20 Minuten.“
Gute Vorsätze können auch Spaß machen

Gute Vorsätze können auch Spaß machen (Foto: leolintang | Shutterstock)

Integrieren Sie eine Gewohnheit in Ihren Alltag, die Sie fordert, aber nicht stresst. Beispielsweise könnten Sie 500 Metern vom Büro entfernt parken, statt auf dem üblichen Parkplatz. Diese zusätzlichen Meter legen Sie dann täglich zu Fuß zurück. Mit jedem Mal, das Sie diese Regel, die Sie sich selbst gesetzt haben, einhalten, stärken Sie Ihre Willenskraft. Wenn die Übung leicht fällt, denken Sie sich eine neue aus. Durch die Regelmäßigkeit wird es immer einfacher!
Tief durchatmen, bevor Sie eine Impulsentscheidung treffen und vielleicht doch spontan das neue Handy kaufen, dass Ihrem Ziel – Geld sparen für die Weltreise – abträglich ist. Stattdessen durch tiefe Atmung entspannen. Dann erst, wenn der Impuls besiegt ist, noch einmal Pro und Contra abwägen und eine bewusste Entscheidung für und gegen den Kauf treffen.
Seien Sie gnädig mit sich. Die harte Tour mit Vorwürfen und Selbstkasteiungen hat Sie nicht zum Ziel gebracht – oder? Wenn Sie von sich Perfektionismus verlangen, wird Sie ein Rückschlag unter Umständen dazu bewegen, das ganze Vorhaben abzublasen, nach dem Motto „Wenn ich schon das Stück Kuchen gegessen haben, ist es jetzt eh egal, da kann ich auch gleich eine Tafel Schokolade verdrücken.“ Versuchen Sie es stattdessen mit Verständnis: „Das hat geschmeckt, bringt mich meinem Ziel aber nicht näher. Nicht so schlimm, das kann passieren. Ab jetzt wieder ohne Zucker!“

Ist es nicht schön, wie Sie mit jeder „richtigen“ Entscheidung Ihrem Ziel ein Stück näher kommen? Visualisieren Sie das, wenn Sie in einem Zielkonflikt stecken. Lenken Sie Ihre Gedanken so, dass Sie das Ziel so lockt, dass Sie eigentlich gar keine Disziplin aufzuwenden brauchen, um ihm entgegenzustreben.

Konzentrieren Sie sich nicht auf das, worauf Sie „verzichten“, wenn Sie sich das Stück Torte verkneifen. Freuen Sie sich stattdessen darauf, dass Sie Ihrem Ziel wieder ein wenig näher gekommen sind, indem Sie den Obstsalat gewählt haben. Denken Sie jetzt schon daran, wie toll Sie im anliegenden Kleid, im schmal geschnittenen Anzug aussehen werden. Dann müssen Sie keine „Opfer bringen“, um Ihre Ziele zu erreichen.

Die Autoren

Peter Gerst

Peter Gerst   

Reinhold Stritzelberger

Reinhold Stritzelberger   

Peter Gerst und Reinhold Stritzelberger

… sind Business-Coaches, Buchautoren und Keynote Speakers mit langjähriger Trainer-Erfahrung.

Sie räumen mit dem Irrtum auf, dass Willensstärke nicht trainierbar ist, und vermitteln in ihrem Buch „Willensstärke: Energien freisetzen und Ziele erreichen“ einfache Methoden, diese Kompetenz zu stärken.

Peter Gerst:
peter-gerst.de/willensstaerke

Reinhold Stritzelberger:
www.selbstmotivation.de/buecher

ANZEIGEN
Kommentieren? 31.12.2016
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:

« Schwedischer Thriller: Modus – Der Mörder in uns
» Erfolgssängerin Namika sucht eine neue Bleibe

Trackback-URL: