
Euro (Archivfoto: Fantasista | Dreamstime.com)
Der Europäische Stabilitätsmechanismus wird vermutlich weit über die bislang geplanten 500 Milliarden Euro aufgestockt. Man plant damit ein deutliches Zeichen in Richtung der Finanzmärkte zu setzen.
Berlin – Die Bundesregierung ist nun offenbar doch bereit, den Euro-Rettungsschirm gemeinsam mit den europäischen Partnern aufzustocken. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Focus” sollen dazu die 500 Milliarden Euro des geplanten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) um nicht verbrauchte 250 Milliarden Euro aus dem aktuellen Rettungsfonds aufgestockt werden. Die Gesamtgarantie für Staatskredite im Euroraum liege damit bei einer Billion US-Dollar und könne die internationalen Finanzmärkte beeindrucken, hieß es laut “Focus” in Koalitionskreisen.
Wie das Magazin weiter berichtet, versucht derzeit die Task Force der EU, in Griechenland neue Geldquellen aufzutun. Sie strebt offenbar eine umfassende Offensive an, um dort mehr Steuern einzutreiben und griechische Vermögen im Ausland aufzuspüren, hieß es in Brüssel. Es seien Vorbereitungen “sensibler Art” im Gange.
Griechenland: Erstes Konto eingefroren
Gerade wurden zum ersten Mal Konten eines griechischen Privatunternehmers in der Schweiz eingefroren. Griechische Millionäre bringen zur Zeit massenhaft ihre Gelder in Sicherheit und investieren es in europäische Luxusimmobilien. So stieg die Zahl griechischer Käufer in London nach Angaben des Maklerunternehmens Knight Frank von 2010 auf 2011 um 163 Prozent. [dts Nachrichtenagentur]
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Sebastian Fiebiger (G+): Europa braucht eine solide finanzielle Basis, die im Notfall Stabilität sichert. Je brachialer die ausfällt, umso besser.
Idealerweise ist das Instrument so mächtig, dass es an den Finanzmärkten wieder als aussichtslos gilt, gegen europäische Staaten zu wetten.
Das löst die Probleme nicht. Begrenzt aber die Auswirkungen.
Griechenland
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