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Keine Weicheier: Mesut Özil wehrt sich gegen Vorwürfe an Nationalmannschaft

Mesut Özil (Foto: Photo Works / Shutterstock.com)

Mesut Özil (Foto: Photo Works / Shutterstock.com)

Mesut Özil verteidigt die Leistung der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft. Ein verlorenes Spiel sei kein Grund, jetzt alles in Frage zu stellen.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Mesut Özil hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, die Niederlage im Halbfinale gegen Italien sei zustande gekommen, weil die deutschen Spieler nicht Manns genug gewesen seien. “Wir haben bis zur 90. Minute gekämpft, in der zweiten Halbzeit angegriffen, haben die Abwehr geöffnet auch auf die Gefahr hin, eine Schlappe zu kriegen. Das war nicht ängstlich. Dass die Italiener erfahrener sind als wir und somit auch etwas ausgebuffter spielen – das ist was anderes”, sagte er der “Welt am Sonntag”.

Auch in der Debatte über fehlende Führungsspieler im deutschen Team bezog der 23 Jahre alte Spieler von Real Madrid klar Stellung: “Wer ist denn ein Führungsspieler? Lampard? Van Bommel? Rooney? Ribery? Wo waren die bei den Halbfinals? Es sind jetzt zwei Mannschaften im Finale, die hervorragende Mannschaftsleistungen zeigen. Wir dürfen nicht immer alles an einem Ergebnis festmachen. Wir haben mit der gleichen Mannschaft 15 Spiele gewonnen.”

Vier Mal im Halbfinale ist eine tolle Leistung

Bundestrainer Joachim Löw, über dessen Rücktritt seit Samstag diskutiert wird, stärkte er den Rücken. “Wegen einem knappen Ergebnis solche Diskussion? Wir hätten in der Anfangsphase drei Tore erzielen können. Und nun soll ein Trainer das verhindern? Seit ich dabei bin, kriegen wir viel Lob – vor allem im Ausland. Seit vielen Jahren. Und jetzt soll alles falsch sein?” Und Özil weiter: “Um einen Titel zu holen, muss alles stimmen, man braucht auch Glück. Ich kämpfe dagegen, jetzt alles schlechtzureden: Vier Mal im Halbfinale zu sein, ist eine großartige Leistung. Auch wir wollen mal einen Titel gewinnen und tun alles dafür. Aber so einfach ist das nicht.”

Das schreiben Andere zur Fußball-Nationalmannschaft:

  • Klatsch Tratsch: Die deutsche Nationalmannschaft auf den Spuren von “Spider-Man”
  • Der Westen: Magath und Ballack teilen Ohrfeigen gegen Joachim Löw aus
  • RP Online: Nach dem deutschen EM-Aus – Friedrich: Keine Hymnen-Pflicht für Nationalspieler
  • Klonblog: Snickers feiert die Nationalmannschaft und über die Gegner ab

Sebastian Fiebiger (): Von innen ein Urteil über eigene Leistung zu fällen, das führt selten zu einer objektiven Bewertung.

Ich war auch enttäuscht von der abgerufenen Leistung. Ich denke, dieses Team braucht mehr Leidenschaft und Kampfgeist. Das fängt beim Singen der Nationalhymne an und hört beim Feiern der Siege noch lange nicht auf.

Wer für Deutschland in einem internationalen Turnier spielt, muss alles geben. Und das ist viel mehr, als er sich selbst zutrauen mag.


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