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Mali – Sollte die Bundeswehr einen Kampfeinsatz wagen?

 
Der Konflikt in Mali eskaliert – die ehemalige Kolonialmacht Frankreich interveniert mit militärischer Unterstützung. Sollte sich Deutschland anschließen?

Dieser Frage geht Hans-Ulrich Jörges – Mitglied der Stern-Chefredaktion – nach. Und kommt zu einem klaren Ergebnis:

Nein, Frankreich hat diesen Konflikt ohne die europäischen Partner begonnen. Es gibt keine Pflicht zur Unterstützung mit militärischen Mitteln. Der Krieg in Mali ist ein lokaler, afrikanischer Konflikt, der erst durch das Eingreifen der ehemaligen Kolonialmacht zum global relevanten Konflikt wird.

Francois Hollande will stark sein, Trittin die CDU einfangen

Die Motive für das Eingreifen Frankreichs sieht Jörges vor allem in der französischen Innenpolitik begründet. Der als schwach geltende Präsident Francois Hollande nutze die Gelegenheit, um die Stärke des Amtes und der Nation zu demonstrieren. Trittins Votum für einen Militäreinsatz sieht Jörges ebenfalls innenpolitisch motiviert und als klaren Schritt in Richtung einer schwarz-grünen Koalition.

US Truppen in Afghanistan (Foto: Thanatonautii | Dreamstime.com)

US Truppen in Afghanistan (Foto: Thanatonautii | Dreamstime.com)

Konflikt ist nicht zu gewinnen

Jörges führt auch die Entwicklung in Afghanistan an, um zu illustrieren, in welche Richtung sich ein solcher Militäreinsatz entwickeln kann. Ein Sieg über eine solche Guerilla-Bewegung sei mit klassischem Militär faktisch nicht möglich.

Sebastian Fiebiger (): Ich bin generell gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, wenn sie nicht der Verteidigung von Bündnispartnern dienen. Der Versuch, Bürgerkriege von außen zu lenken, ist mehr als einmal gescheitert und vergrößert das Leid der Bevölkerung in der Regel nur.


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