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Merkel: Es gibt keine schnelle Lösung für die Eurokrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivfoto: Dobre Alexandru | Dreamstime.com)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivfoto: Dobre Alexandru | Dreamstime.com)

Bundeskanzlerin Angela Merkel dämpft in ihrer Regierungsansprache die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Schuldenkrise.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Hoffnung auf schnelle und einfache Lösungen zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise eine Absage erteilt. Man müsse die Herausforderung als Prozess verstehen und das Übel an der Wurzel packen, sagte die Kanzlerin kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel im Rahmen einer Regierungserklärung.

“Strukturreformen stehen ganz oben auf der Agenda, um den Teufelskreis der Verschuldung zu durchbrechen”, gab die Bundeskanzlerin zu verstehen.

Die Pläne der Regierung

Zu ihren konkreten Plänen gehöre die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die Stärkung der Wirtschaft, sowie die bessere Regulierung des Finanzsektors mit Hilfe einer Finanztransaktionssteuer. “Das Leben künftiger Generationen hängt von den aktuellen Entscheidungen ab”, machte Merkel vor den Abgeordneten des Bundestages klar.

Merkel: Keine Eurobonds solange ich lebe

Die Bundeskanzlerin hatte eine Einführung von Euro-Bonds bereits am Dienstag überraschend kategorisch ausgeschlossen. “Solange ich lebe” werde es diese in Europa nicht geben, so Merkel. Der EU-Gipfel in Brüssel beginnt am Donnerstag und dauert bis Freitag an. Dort soll unter anderem über eine europäische Vergemeinschaftung von Schulden beraten werden. Zuvor fliegt Merkel am Mittwochabend nach Paris, um sich mit Frankreichs Präsident Francois Hollande zu treffen und das gemeinsame Vorgehen auf dem anstehenden Gipfeltreffen abzustimmen.

Das schreiben Andere zur Eurokrise:

  • RP Online: Kommentar zur Eurokrise – Der Domino-Effekt hat eingesetzt
  • Der Westen: DIW erwartet weniger Wachstum durch Eurokrise
  • Grüne Linke: Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB, zu Eurokrise und Fiskalpakt: Was sind die Kernprobleme und Lösungen?
  • Tagesanzeiger: Der nächste Crash kommt in China
  • Die Börsenblogger: Euro-Krise: Euro-Länder müssen finanzpolitisch enger zusammenarbeiten!

Sebastian Fiebiger (): Ehrliche Worte sind jetzt gefragt. Und wer glaubt, es gäbe einen magischen Hebel, den man umlegen müsse, um die Krise zu lösen, ist naiv.

Viele kleine Schritte bewältigen nicht nur die aktuelle Krise, sondern rüsten Europa für die Zukunft. Wir sind da imho auf einem guten Weg.

Die Forderung nach Eurobonds in der aktuelle Situation ist absurd.


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