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Playboy-Gründer Hugh Hefner: Mitt Romney hat der Sexualität den Krieg erklärt

Mitt Romney (Foto: PRN / PR Photos)

Mitt Romney (Foto: PRN / PR Photos)

Playboy-Gründer Hugh Hefner greift den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney scharf für seine Haltung zu Sexualität und Familienplanung an. Romney versuche, die Zeit zurückzudrehen.

Los Angeles – Der Gründer des Magazins Playboy wirft dem Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner Mitt Romney vor, er habe “der Sexualität den Krieg erklärt”. Das gelte auch für andere Konservative, sagte Hefner “Zeit Online”. Es sei ein Skandal, “dass diese Politiker die Zeit zurückdrehen wollen”.

Die USA würden dadurch “Freiheiten verlieren”, die die “Bürgerbewegungen vor Jahrzehnten erkämpft haben”. Hefner spielt damit auf Romneys restriktive Haltung zu Methoden der Familienplanung an. Der Playboy-Gründer hatte sich in den fünfziger und sechziger Jahren für die Legalisierung von Abtreibungen und Verhütungsmitteln eingesetzt.

Der Staat soll sich aus den Schlafzimmern der Leute zurückziehen

Zur Homosexuellen-Ehe, ebenfalls Thema im derzeitigen US-Wahlkampf, sagte Hefner: “Es muss jedem freistehen, den Menschen zu heiraten, den er liebt.” Wenn dieses Recht einer bestimmten Gruppe verwehrt würde, beträfe das alle. “Der Staat soll sich endgültig aus den Schlafzimmern der Bürger zurückziehen”, sagte Hefner. “Er hat dort nichts verloren.” [dts Nachrichtenagentur]

Das schreiben Andere über Mitt Romney:

  • Actamat: Romney rudert zurück und entschäft Olympia-Kritik
  • Moveonfreedom: Romney und das “American Century”
  • Soldatenglück: Außenpolitische Rede des republikanischen U.S. Präsidentschafts-Kandidaten Mitt Romney – Nur Plattitüden
  • Campainwatch: Campaignwatch: Hat Romney mit seiner jüngsten Attacke gegen Obama eine rote Linie überschritten?

Sebastian Fiebiger (): Dass der Playboy-Gründer und ein erzkonservativer Politiker nicht auf einer Wellenlänge liegen, wenn es um Sexualität geht, mag nicht sonderlich verwundern.

Die Art, mit der Romney auf Stimmenfang geht, ist allerdings in der Tat alles andere als erheiternd. Er versucht, von der Doppelmoral vieler Amerikaner zu profitieren, anstatt sie zu brechen.

Keine gute Strategie für einen künftigen Präsidenten, der vereinen statt spalten sollte.

       
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