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Studie: Depressionen lassen Hirn schrumpfen

Gehirn (Foto: Photos.com)

Forscher in Yale haben herausgefunden, dass Depressionen bestimmte Hirnareale schrumpfen lassen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von dieser Erkenntnis neue Therapieoptionen.

New Haven – Depressionen lassen bestimmte Gehirnregionen schrumpfen. Das ergab eine Studie der Yale Universität. “Wir konnten zeigen, dass Bereiche normalerweise von Gefühlen beeinflusst werden. Diese werden gestört, wenn ein einziger Transkription-Faktor aktiviert wird”, sagte der Professor für Psychiatrie an der Yale Universität, Ronald Duman.

Diese Faktoren sind für das Abschreiben der DNA verantwortlich. Menschen mit Depressionen haben zurückentwickelte und geschrumpfte Hirnbereiche, die für Erinnerung und Sinnesempfindungen verantwortlich sind.

Entwicklung von neuen Antidepressiva

Die Synapsen, also die Kontaktstellen zwischen verschiedenen Nervenzellen, sind ebenso beeinträchtigt. Die Forscher hoffen durch diese Erkenntnisse bessere Antidepressiva entwickeln zu können. [dts Nachrichtenagentur]

Sebastian Fiebiger (): Das klingt wieder nach so einer Studie, von der man am Ende nicht weiß, was Ursache und Wirkung ist. Schrumpfen die Hirnareale in Folge der Depression oder verursacht die Rückbildung der Hirnregionen die Depression?

In der Erforschung des menschlichen Gehirns steht die Menschheit noch ganz am Anfang. Das wird in den nächsten Jahren enorm spannend.

Vor allem das Ich-Bewusstsein des Menschen ist weitestgehend unerforscht. Und da stellen sich ganz elementare Fragen unserer Existenz.

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