
Julian Assange (Foto: Espen Moe)
Wikileaks-Gründer Assange bittet Ecuador um Asyl, um damit einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen.
London (dts Nachrichtenagentur) – Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat in der ecuadorianischen Botschaft in London um politisches Asyl gebeten. Dies teilte der Außenminister des südamerikanischen Landes am Dienstagabend (deutscher Zeit) mit. “Ecuador untersucht und analysiert den Antrag momentan”, erklärte der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patino.
Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens hatte in der vergangenen Woche einen Antrag von Assange, seine Auslieferung zu überdenken, abgelehnt.
Assange bestreitet die Vorwürfe
Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft dem Australier Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch vor und hatte eine Auslieferung beantragt. Assange bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen Wikileaks. Der Australier lebt seit seiner Festnahme am 7. Dezember 2010 unter strengen Auflagen in Großbritannien und muss unter anderem eine elektronische Fußfessel tragen.
Wikileaks
Wikileaks hatte im November 2010 rund 250.000 Geheimdokumente aus dem US-Außenministerium veröffentlicht und damit für weltweite Aufregung gesorgt. [dts Nachrichtenagentur]
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Sebastian Fiebiger (G+): Die Geschichte ist in jeglicher Hinsicht undurchsichtig.
Die Person Assange ist sicher nicht unumstritten – auch im Kreise der anderen Wikileaks-Aktivisten. Andererseits muss auch klar sein, dass vor allem die USA ein Interesse daran haben, Assange “aus dem Rennen” zu nehmen und dafür ihren Einfluss geltend machen.
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Sebastian Fiebiger (
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