Auto
Porsche: Trio Infernale

Porsche 911 Turbo
(Foto: Dr.Ing.h.c. F.Porsche AG)

Nachdem das Ende des bisherigen Porsche-Primus Carrera GT abzusehen ist – die Produktion läuft im April 2006 aus – rücken gleich drei Speerspitzen nach. Das Trio Infernale aus 911 Turbo, 911 GT3 und dem aufgeblasenen Cayenne Turbo S leistet zusammen über 1400 PS. Und das Beste daran: alle drei zusammen kosten weniger als der Carrera GT!

Porsche 911 Turbo: Geiler Hintern, süßer Bürzel

Mit dem neuen 911 Turbo wirft Porsche den Sportwagen-Fans dieser Welt einen echten Leckerbissen hin. Wurde an der letzten Generation noch an Design und Power gemäkelt, scheint dieser zwangsbeatmete 911 wieder ein Volltreffer zu sein. Wie die 993er Baureihe (1994 – 1998) hat auch die aktuelle Version wieder runde Scheinwerfer und Backen zum „Daniederknien“. Keine Spur mehr von den gescholtenen „Spiegelei-Scheinwerfern“ und der „zu schlanken Figur ohne Hintern“. Und was unter dem schicken Bürzel sitzt, das kann sich sehen lassen: Der 3,6-Liter-Boxer mobilisiert 480 PS (60 mehr als der Vorgänger), stemmt 620 Newtonmeter Drehmoment. Durch einen Overboost (Erhöhung des Turbodrucks) können kurzfristig sogar 680 Nm auf den Antriebsstrang gewuchtet werden.

Porsche 911 GT3: Ohne Turbo bis 310

Porsche 911GT3
(Foto: Dr.Ing.h.c. F.Porsche AG)

Porsche 911 Turbo: Wer braucht schon den GT?

Um die Turbo-Power nicht nur in schwarze Streifen auf dem Asphalt, sondern in Vortrieb umzuwandeln, haben die Entwickler ihrem Baby einen permanenten Allrad-Antrieb mit auf den Weg gegeben. Der bedeutet zwar zusätzliche Pfunde, heißt aber auch „Kraft in jeder Lebenslage“. In Zahlen ließt sich das so: Nach 3,7 Sekunden (mit Tiptronic) fällt die 100-km/h-Markierung, nach 12,2 Sekunden ist man jenseits der 200 – Schluss ist bei 310 Sachen. Da machen Lamborghini Gallardo (4,2 und 13,8 Sek.) und Ferrari 430 (4,0 und 13,9 Sek.) im Vergleich keine besonders gute Figur. Und dabei ist der neue Turbo mit rund 133.000 Euro ein echtes Schnäppchen. Der Carrera GT kostet immerhin 452.000 Euro und brauch mit 3,8 Sekunden bis Tempo 100 sogar eine Zehntelsekunde mehr.

Porsche 911 GT3: Ohne Turbo bis 310

Wem der neue 911 Turbo zu wuchtig, zu teuer oder zu aufgeladen ist, der ist möglicherweise mit dem brandheißen 911 GT3 besser bedient. Für rund 108.000 Euro bekommt der Sportwagen-Verrückte einen eher puristischen 911 ohne Turboaufladung aber mit einer garantierten Drehzahl-Sucht bereits nach den ersten paar Kilometern. Der 3,6-Liter-Boxer im Heck dreht bis 8400 Umdrehungen in der Minute, leistet 415 PS und beschleunigt den Zuffenhausener Modell-Athleten in 4,3 Sekunden bis Tempo 100. Geschaltet wird über ein Sechsgang-Getriebe mit extra kurzen Wegen. Wie sein Turbo-Bruder rennt auch der GT3 stramme 310 km/h.

Porsche Cayenne Turbo S

Porsche Cayenne Turbo S
(Foto: Dr.Ing.h.c. F.Porsche AG)

Porsche Cayenne Turbo S: Das bärige V8-Power-SUV

Jetzt fängt die Sache an Spaß zu machen! Waren 911 Turbo (480 PS) und 911 GT3 (415 PS) noch schnittige Sportwagen mit einem extrem niedrigen cw-Wert und Ambitionen zur Rennstrecke, so verkörpert der neue Cayenne Turbo S nur eins: die pure Unvernunft. Mit dem Luftwiderstand einer durchgestylten Schrankwand und stattlichen 2,3 Tonnen Lebendgewicht widersetzt sich das 521-PS-Monster gekonnt den Gesetzen der Physik und prescht in 5,2 Sekunden auf Tempo 100. Schluss ist erst bei 270 Sachen. Da die Konkurrenz aus Mercedes ML 63 AMG und VW Touareg W12 bei 250 km/h abregelt, steht dem ungetrübten Davonfahren auf der Linken Spur also nichts mehr im Wege. Allein der Preis für den bärigen Zuffenhausener könnte sich für die meisten von uns als Hindernis herausstellen. Imemerhin sind rund 117.000 Euro für den Cayenne Turbo S auf den Tisch des Hauses zu legen. Na dann mal schön sparen!

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  • 🕝 Gitti

    An mein erstes Auto erinnere ich mich aus dem Windelalter heraus vom Rücksitz eines Käfers (1959 ). Von da an ( Kindergartenzeit ) träumte ich nächtens vom Kuppeln, Schalten, wenig Bremsen, viel Gasgeben. Mein Bauer nebenan, wo ich mich schon mit 7 im Stall rumtrieb, fuhr einen 356. Mein Folgetraum. Abgelöst vom 911er vom Opa meines ersten Freundes; dieser abgelöst von windigen Träumen im SL Cabrio während meiner Schulzeit. Da es mich ständig zum Steuer trieb, landete ich zur Lehre beim Steuerberater. Unglückliche Wahl, deswegen abends Nebenjob auf einem Schrottplatz. Folge: 108er S-Klasse. Mehrere Jahre Fahrpraxis auf 7,5-Tonner ( DB ). War schön, tolles Drehmoment ! Dann Berufswahl: Buchhaltung in einer Kfz-Werkstatt. Wegen der ständigen Ölfinger folgte Tätigkeit im Motorsport am Nürburgring an small-blocks aus US und Nasslaufbuchsen-Elisen aus GB. Einige DB und BMW streiften mein Leben. Ein treuer VW blieb als Rückkehr zur “ Familie „.
    Die Offenbarung: Nach der Überführung eines reparierten Kundenfahrzeugs vom Nürburgring nach London ( 993 Carrera S4 ) weiss ich bis heute:
    ++++++ DER. IST. ES. !! ++++++

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