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Renault Clio RS: Oh, la, la

Noch bevor Volkswagen mit dem Polo GTI auf den Markt kommt, und Toyota den neuen Yaris TS in Richtung Serienreife bugsieren kann, bringt Renault seine Interpretation einer echten Rennsemmel auf die Straße. Trotz des Verzichts auf jegliche Art der Zwangsbeatmung, hat es der kleine Franzose faustdick hinter den Ohren – oder besser unter der Haube. Doch nicht nur hier liegen die offensichtlichen Vorzüge. Auch bei der Gestaltung des neuen Clio RS hat Renault ganze Arbeit geleistet, eine Mischung aus sportlicher Optik und dezenter Zurückhaltung gewählt.

Clio RS: Ohne Turbo oder Kompressor auf 197 PS

Die Franzosen verzichten bei ihrem neuesten Sport-Spross ganz bewußt auf vorkomprimierte Luft durch Turbolader oder Kompressor. Statt dessen darf der Zweiliter-Vierzylinder völlig frei atmen und ganz ungezwungen bis in Drehzahlregionen von über 7000 Umdrehungen vorstoßen. Die Höchstleistung des Renn-Croisaant liegt erst bei 7.250 U/min an (roter Bereich bei 7500 U/min). Zum Vergleich: Der Golf GTI (2.0 Turbo FSI) stellt seine Maximal-Leistung von 200 PS bei 5550 Umdrehungen zur Verfügung. Durch den Verzicht auf die Aufladung hält sich auch das Drehmoment in Grenzen. 215 Newtonmeter müssen dem RS-Piloten reichen (Golf GTI: 280 Nm). Und sie werden ihm reichen.

Clio RS: Die Fahrleistung

Clio RS: Die Fahrleistung

Nach nur 6,9 Sekunden schwingt sich der 1,2 Tonnen schwere Neuling über die 100-km/h-Schwelle, bringt es immerhin auf 215 Sachen. Um den Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten, sowie das Kurvenverhalten zu verbessern, bekam der RS im Gegensatz zur Serie einen um 10 Millimeter verlängerten Radstand und eine deutlich breitere Spur (vorne 48mm, hinten 50mm)

Clio RS: Größer, schicker, sportlicher

Mit dem Clio RS geht Renault den Weg der sportlichen Zurückhaltung unter gleichzeitiger Verwendung von Detaillösungen mit Hinguck-Potential. Die RS-Front soll durch eine geänderte Schürze sowie den dezenten Spoiler schon im Rückspiegel des Vordermanns erkennbar sein, ohne protzig zu wirken. Die Seitenansicht wird von massigen Seitenschwellern und ausgestellten Radhäusern (vorne mit Lüftungsöffnungen) dominiert. Den absoluten Hingucker liefert aber das Heck des „Renault Sport“. Da man auf jegliche Art der Agro-Verspoilerung verzichten wollte, gleichzeitig ausreichend Abtrieb gewährleistet werden sollte, kommt beim RS ein „echter“ Diffusor zum Einsatz. Er macht den Hintern des vier Meter langen Sport-Franzosen zu einem wahren Prachtstück. Links und rechts lugen zwei Endrohre hervor und legen auch beim nachfolgen Verkehr Zeugnis von der Potenz unter der Haube ab.

Clio RS: Sportsitze und Gangwechsel-Anzeige

Clio RS: Sportsitze und Gangwechsel-Anzeige

„Gentlemen, start your Engines.“ – Dunkle Carbon-Einlagen, ein Lederlenkrad und Sportsitze mit hohen Seitenwangen versprühen optisches Rennsport-Feeling im Cockpit. Allein der etwas lange Schalthebel stört das ansonsten gelungene Flair des Clio-Leitwolfs. Auf der technischen Seite punktet der RS mit einer in den Drehzahlmesser integrierten Gangwechsel-Anzeige. Sie mahnt den Piloten bei ungesunden Drehzahlorgien zur Vernunft. Angesichts der Eckdaten und versprochenen Fahrleistungen bestimmt kein leichtes Unterfangen.

Sebastian Fiebiger: Gefällt Euch der Clio RS? Was haltet Ihr generell von hochgezüchteten Kleinwagen? Das Non-Plus-Ultra oder nur eine schwache Alternative zum echten Sportwagen? Schreibt uns Eure Meinung! Wir freuen uns auf Eure Kommentare – direkt unter diesem Artikel oder im Forum.

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