Finanzen
Private Krankenversicherung – Beitragserhöhungen und Unisex-Tarife im Anmarsch

2013 wird die private Krankenversicherung für viele Versicherte teurer. Allenfalls für Frauen sind die neuen Unisex-Tarife eine gute Nachricht.

Private Krankenversicherung - 2013 wird es teurer (Foto: Bartomiej Szewczyk | Photos.com)

Private Krankenversicherung – 2013 wird es teurer (Foto: Bartomiej Szewczyk | Photos.com)

Bisher herrschte in der privaten Krankenversicherung klare Geschlechtertrennung. Dabei zahlten die Männer deutlich weniger als weibliche Versicherte. Vor allem die höhere Lebenserwartung der Frauen sorgte für diese Kalkulation.

Das ändert sich ab dem 21. Dezember 2012. Ab diesem Datum dürfen die Versicherer – einem Urteil des Europäischen Gerichtshof folgend – nämlich nur noch Unisex-Tarife anbieten.

PKV: Männer zahlen deutlich mehr

Die Konsequenz – für Männer wird die private Krankenversicherung deutlich teurer. Branchenschätzungen reichen von 20 bis 40 Prozent Preisaufschlag. Nicht ganz so üppig fällt der Abschlag für die Frauen aus. Ein Unisex-Taraif wird nur ca. 3 – 5 Prozent billiger als ein vergleichbarer geschlechtsspezifischer Tarif.

Beitragserhöhungen für Bestandskunden

Auch für die Bestandskunden wird es 2013 teurer. Etwa zwei Drittel der privat Krankenversicherten müssen mit einer Beitragserhöhung rechnen bzw. haben diese bereits bekommen.

Im Schnitt geht es um 4 Prozent aufwärts. Bei einzelnen Versicherern fallen die Erhöhungen aber weit deutlicher aus.

Drastische Beitragserhöhung – Was tun?

Moderate Beitragserhöhungen sind normal. Neben dem Inflationsausgleich und dem demografischen Wandel schlägt die allgemeine Steigerung der Gesundheitskosten zu buche.

Ein Wechsel lohnt sich nur dann, wenn der neue Tarif deutlich günstiger ist. Zwar können seit 2008 die Altersrückstellungen teilweise zum neuen Versicherer mitgenommen werden, aber es bleibt ein Wechselrisiko. Neben einer erneuten Gesundheitsprüfung sollte unbedingt die historische Beitragsentwicklung des neuen Versicherers in die Überlegungen einbezogen werden.

Sparpotential ergibt sich oft auch innerhalb einer Gesellschaft, bspw. bei einer Erhöhung der Selbstbeteiligung oder dem Verzicht auf Leistungen.

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