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    Fasten: Das Wichtigste zum Thema » Gesundheit

    News RedaktionNews Redaktion12.06.08↻ 18.10.24

    Was ist Fasten eigentlich und was passiert beim Fasten im Körper? Fasten bedeutet einen freiwilligen und zeitlich begrenzten Verzicht auf feste Nahrung.

    Meistens beginnt man eine Fastenkur mit einer Reinigung des Darms. Durch Einnahme von Salzlösungen, Sauerkrautsaft oder Einläufe werden die Verdauungsreste ausgeschwemmt. Wenn dem Körper keine Nahrung mehr zugeführt wird, greift der Organismus auf die Reserven (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate) zurück.

    Die Kohlenhydrate liegen in der Leber und in den Muskeln und reichen für etwa 24 Stunden. Danach geht es den Fettpolstern an den Kragen, Fett wird nebenbei zum Hauptbrennstoff umgewandelt. Der Körper muss das Gehirn, das Nervengewebe, die roten Blutkörperchen und das Nierenmark mit Glukose versorgen. Nach etwa 3 Tagen verschwindet das Hungergefühl. Einige Tage später beginnt die Eiweißsparphase. Der Körper holt seine Energie zu 95 Prozent aus körpereigenem Fett und baut nur mehr 20 Gramm Eiweiß pro Tag ab. Diese (dritte) Phase kann Tage bis Wochen dauern, je nach Ausmaß der Fettdepots.

    Fasten kann man in drei Ebenen gliedern, auf die es sich auswirkt: Körper, Psyche, Gemeinschaft.

    Fasten in Bezug auf den Körper:

    Fastet man für den Körper, nennt man dies Heilfasten. Heilfasten dient der Heilung einer Krankheit, oder als vorbeugende Maßnahme gegen eine Erkrankung. Heilfasten wird vor allem in speziellen Fastenkliniken, unter direkter ärztlicher Aufsicht, durchgeführt. Die Dauer beträgt durchschnittlich 14 bis 21 Tage, vereinzelt länger.

    Heilfasten ist ein gebräuchliches und bekanntes Naturheilverfahren und wirkt sich auf folgende Krankheiten positiv aus: Rheuma, Gallenblasenleiden, Bluthochdruck, Venenprobleme, Übergewicht, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Schuppenflechte, Migräne und leichtgradige Depressionen.

    Fasten in Bezug auf die Psyche:

    Fastet man für die Psyche, spricht man von dem spirituellen Fasten. Das Ziel des spirituellen Fastens ist die Besinnung, Meditation und das Gebet. Mahatma Gandhi sagte über das spirituelle Fasten: „Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die Innere.“

    Beim spirituellen Fasten wächst die Sensibilität für tiefergehende Gedanken. Meditation, Stille und Schweigen sind wichtige Begleiter in der Zeit des Fastens. Die Dauer beträgt zwischen 7 und 14 Tagen. Meist werden solche Fastenrituale in Klöstern abgehalten, da diese ruhig und einsam liegen. Das spirituelle Fasten ist vor allem für einen neuen Lebensabschnitt geeignet, z.B. Berufswahl, Ehe, Ruhestand, nach dem Verlust eines geliebten Menschen,

    Fasten in Bezug auf die Gemeinschaft:

    So genannte „Hungerstreiks“ werden als letzte Möglichkeit gesehen, in einer aussichtslosen Lage, unter dem Einsatz des eigenen Lebens, doch noch etwas bewirken zu können. Es war früher so, ist aber heute noch immer so: Fasten wird eingesetzt, um politischen Druck zu erzeugen.

    Kann jede(r) fasten?

    Unser Körper ist darauf vorbereitet, mehrere Wochen ohne Nahrung auszukommen und zu überleben, dabei kann er noch Beachtliches leisten. Gesunde Personen können bis zu 10 Tagen fasten. Für Fasten- Neulinge ist es ratsam, einen Fastenkurs zu besuchen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Für das Heilfasten wird eine ärztliche Betreuung empfohlen, da es mehr als 10 Tage dauert.

    Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht fasten, da die körperliche Entwicklung beeinträchtigt werden könnte. Ebenfalls sollen Schwangere und Stillende, Magersüchtige und Bulimiekranke, Diabetiker und stark Untergewichtige, Depressive, seelisch Labile, Psychotiker und geistig Immobile, Bettlägerige und Pflegebedürftige nicht fasten.

    Nehmen Sie die innere Ruhe, die Sie während des Fastens entdecken, mit in den Alltag, auch den Willen, Essgewohnheiten zu ändern und die neu entdeckte Energie in die Tagesstrukturen einzuplanen.

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