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Gesundheit

Fukushima: Strahlenbelastung der Helfer nicht mit Tschernobyl vergleichbar

Dosimeter in Tschernobyl

Fukushima und Tschernobyl sind kaum vergleichbar (Foto: Eight Photo | Shutterstock)

Bisher war ich davon ausgegangen, dass man die Arbeiter am Kernkraftwerk Fukushima genauso verheizt, wie die Liquidatoren von Tschernobyl. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Ja, die Jungs sind einer deutlich erhöhten Strahlung ausgesetzt. Ja, auch von ihnen werden viele an Krebs sterben. Aber nein, es ist trotzdem nicht mit Tschernobyl vergleichbar.

In Tschernobyl wurden ca. 500.000 – 800.000 Menschen eingesetzt, um die Folgen des Super-GAUs zu beseitigen. Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind ca. 10.000 davon an den direkten Folgen ihres Einsatzes gestorben. In Fukushima arbeiten aktuell Teams von 50-200 Arbeitern.

Strahlendosis: Tschernobyl vs. Fukushima

Die Strahlendosis der Teams, die in Tschernobyl direkt am Reaktor gearbeitet haben, betrug zwischen 1.000 und 10.000 Millisievert.

Für die japanischen Teams gilt eine Obergrenze von 150 Millisievert. Die wurde heute morgen bei drei Arbeitern überschritten. (170-180 Millisievert) Man geht allerdings davon aus, dass bei Expositionen unterhalb von 500 Millisievert zwar langfristige Schäden (deutlich erhöhtes Krebsrisiko, höhere Herzinfarktrate, Unfruchtbarkeit, Deformationen der Nachkommen), aber keine akute Strahlenkrankheit drohen.

Bleibt es dabei, ist die Lebenserwartung der Arbeiter zwar deutlich reduziert, bei guter medizinischer Betreuung werden die Meisten von Ihnen trotzdem ein „normales“ Lebensalter erreichen.

Diese Annahmen gelten natürlich immer unter der Voraussetzung, dass man mit „offenen Karten“ spielt und die veröffentlichten Werte stimmen. Den Arbeitern von Tschernobyl hat man nicht die Wahrheit gesagt. Messwerte und Untersuchungsprotokolle wurden manipuliert.

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