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Elektrosmog: Wie gefährlich sind Handy, Tablet & Co. wirklich?

Wie gefährlich ist Elektrosmog durch moderne technische Geräte wie Handy, Tablets und drahtlose Netzwerke wirklich?

Elektrosmog - Wirklich gefährlich? (Foto: Jupiterimages | BananaStock | iStockphoto)

Elektrosmog – Wirklich gefährlich? (Foto: Jupiterimages | BananaStock | iStockphoto)

Ein Alltag ohne Handy, Computer oder andere elektronische Geräte ist kaum noch vorstellbar. Viele benutzen ihr Handy stundenlang jeden Tag, sind rund um die Uhr erreichbar und legen das Handy sogar nachts neben das Bett, um ja nichts zu versäumen. Auch ein Arbeitsalltag ohne Computer ist kaum denkbar, sitzen doch die meisten Arbeitnehmer bis zu 40 Stunden vor dem Gerät. Ob das Ganze wirklich so ungefährlich ist, wie manche behaupten?

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Was ist Elektrosmog überhaupt?

Ob Fernseher, Haartrockner, Rasierapparat oder Computer: Sobald Strom fließt, entstehen sogenannte „elektromagnetische Felder“. Solche Strahlung hat oftmals ganz natürliche Ursachen, wie zum Beispiel Blitze. Sogar unser Planet Erde ist von einem Magnetfeld umgeben, das für die Erhaltung menschlichen Lebens notwendig ist. Doch was passiert, wenn der Mensch andauernd und zu vielen Stromquellen ausgesetzt ist? Eine Vielzahl elektromagnetischer Felder entsteht direkt in unserem Heim, wie beispielsweise durch Geräte, die mit Funktechnik betrieben werden. Dazu gehören unter anderem Funknetzwerke (WLAN), Handys, Schnurlostelefone oder Babyfon. Aber auch von anderen Geräten des täglichen Gebrauchs wie beispielsweise Rasierapparat, Fön oder Waschmaschine gehen elektromagnetische Wellen aus. Wobei ein Fön gerade einmal ein drei Kilohertz starkes Feld erzeugt, sprich 3000 Schwingungen pro Sekunde, wohingegen eine drahtlose Internetverbindung ganze fünf Milliarden Schwingungen pro Sekunde erzeugt. Umgangssprachlich hat sich für die Belastung auf den Menschen der Begriff „Elektrosmog“ eingebürgert. Man kann auch durchaus behaupten, dass diese Elektrosmog-Quellen ständig steigen, da auch die Zahl der Elektrogeräte stetig steigt. Darüber hinaus werden auch noch bestehende Funknetze hochgerüstet, da immer mehr Nutzer per WLAN ins Internet gehen oder mit dem Handy kommunizieren. Auch sämtliche Erneuerungen im Haushalt wie beispielsweise das Benutzen von Energiesparlampen oder Funkfernsteuerungen für die Heizung treiben die tägliche Elektrosmog-Belastung ziemlich in die Höhe. Man kann behaupten, dass da in Summe ganz schön was zusammen kommt.

Wie reagiert der Mensch auf elektromagnetische Felder?

Studien haben gezeigt, dass intensiv niederfrequente Strahlen, wie sie zum Beispiel ein Staubsauger oder ein Rasierapparat erzeugt, Nerven- und Muskelzellen reizen können. Dagegen werden elektromagnetische Felder, wie sie von Handys oder Mobilfunk-Masten produziert werden, vom Körpergewebe aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Dass diese Strahlung Krebs verursacht – wie so oft behauptet – wird zwar intensivst erforscht, doch bis heute gibt es dazu keine stichhaltigen Ergebnisse. Dennoch wird von vielen Mobilfunknutzern behauptet, Mobilfunk-Masten, Handys oder Schnurlostelefone würden ohne Zweifel Beschwerden wie Kopfweh, Unruhezustände, Nervosität oder Konzentrationsschwächen hervorrufen. Fakt bleibt allerdings, dass wissenschaftliche Untersuchungen diese Vermutungen nicht unterstützen.

Elektrosmog reduzieren?

Man muss allerdings auch festhalten, dass von Seiten der Wissenschaft in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde. Sprich, wie sich der gesamte Elektrosmog über die Jahre oder Jahrzehnte auf uns Menschen auswirkt, konnte noch gar nicht untersucht werden. Aus diesem Grund raten Experten sehr wohl zur Vorsicht. Den Elektrosmog im eigenen Heim zu reduzieren, kann mit Sicherheit nicht schaden und das funktioniert bereits mit einigen Tricks: Geräte, so gut es geht komplett vom Netz nehmen, sprich nicht auf Stand-by lassen. Geräte, die unbedingt mit ins Schlafzimmer müssen wie beispielsweise ein Babyfon oder ein Radiowecker, sollten mit entsprechendem Abstand zum Kopf positioniert sein. Experten sprechen hier von einem Mindestabstand von einem Meter. (Autorin: Tina Voss)

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3 Kommentare
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Kommentare:
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  • 🕝 Frederick

    Nein, von Fön und Waschmaschine gehen keine elektromagnetischen Wellen aus, nur elektrische Felder, und im Betrieb Magnetfelder. Mit 50 Hz Netzfrequenz, die genannten 3 kHz beim Fön mögen der Krach sein, den das Ding macht, die Frequenz der Felder ist das niemals. Alles das hat die Menschheit seit Jahrzehnten unbeschadet überstanden, es gibt keinen Grund sich zu ängstigen.

    Wir haben kompetente Behörden, die neue Emissionsquellen wie Funkmasten/Handys auf Unbedenklichkeit prüfen, die wissen was sie tun. Und weil die neutral sind, darf man denen trauen. Es gibt allerdings ein paar Leute, selbsternannte Experten, die wollen, dass sich möglichst viele in der Bevölkerung vor den unheimlichen unsichtbaren Feldern ängstigen. Das sind die Profiteure, die einem in Wahrheit allerlei Mittelchen verkaufen wollen, vom völligen Esoterik-Blödsinn bis hin zur teuren und unnötigen Messung oder gar Schirmung. Dummerweise gibt es immer ein paar „nützliche Idioten“, die auf die selbsternannten Experten hereinfallen und ganz in deren Sinne scheinbar unverdächtigen Alarm machen. Im Zweifel deshalb echte Experten fragen, gibt’s z.B. beim Bundesamt für Strahlenschutz.

  • 🕝 Klauspeter

    Frederick,
    dann bitte schon korrekt: Von Fön und Waschmaschine gehen nicht nur elektrische Felder sondern (im Betrieb) auch magnetische Felder aus.
    Auch ich halte nichts vom Esoterik-Krempel, der in Form von Edelsteinen, Pyramiden, Holzkugeln, Hamonizern, usw. angeboten und leider auch erfolgreich verkauft wird.
    Es macht aber durchaus Sinn seine persönliche Situation messtechnisch überprüfen zu lassen, wenn Sensibilität vorliegt.
    Die Grenzwerte, die vom Bundesamt für Strahlenschutz kontrolliert werden, stammen allerdings aus grauer Vorzeit und berücksichtigen nur akute Effekte und keine Langzeiteinwirkung. Bestimmten Personenkreisen werden auch von staatlichen Stellen Vorsichtsmaßnahmen empfohlen.

  • 🕝 Mediuc

    Was sagen Ärzte und Wissenschaftler tatsächlich?

    In den vergangenen Jahren haben sich die Hinweise auf gravierende Risiken weltweit vervielfacht und verdichtet.
    In räumlicher und zeitlicher Nähe zu den Funkbelastungen vor allem durch intensive Handynutzung, DECT-Telefone, W-Lan und nahe Sendeantennen beobachten wir Ärzte eine deutliche Zunahme von Symptomen wie Ein- und Durchschlafstörungen, chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus, Blutdruckentgleisungen und Arrhythmien, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Lern- und Verhaltensstörungen, bei Kindern ein immer häufigeres Auftreten von ADHS. Zahlreiche Studien unabhängiger Wissenschaftler haben viele der ärztlichen Beobachtungen inzwischen bestätigt.

    Die Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e. V. ist eine internationale, interdisziplinäre und überparteiliche Vereinigung insbesondere von Wissenschaftlern und Ärzten. Sie engagiert sich für eine zeitgemäße Gesundheits- und Umweltpolitik vor allem auf dem Gebiet des Mobil- und Kommunikationsfunks. Diesem Anliegen ist auch ihre Schriftenreihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks gewidmet, deren Hefte gedruckt und online zugänglich sind.

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