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Kolumne

Ab wann ist eine Frau eine Schlampe?

Schlampe

Ab wann ist eine Frau eine Schlampe? (Foto: Daniel_Dash | Shutterstock)

Ich halte mich für eine moderne und selbstbewusste Frau,und trotzdem gibt es eine Sache, über die ich nicht gerne spreche: Die konkrete Anzahl meiner verflossenen Liebhaber

Nicht, dass ich im Laufe der Jahre den Überblick verloren hätte. Ganz im Gegenteil. Ich führe sogar eine Liste. Keine prahlerischen Kerben im Bettgestell, sondern heimlich auf einem Blatt Papier, das ich sorgfältig in einem Büchereinband versteckt habe.

Mittlerweile übrigens beidseitig beschriftet. Eine ganze Menge Namen. Eine ganze Menge Männer. Und wenn man es unbedingt auf den Punkt bringen will: Eine ganze Menge Penisse. Nicht auszudenken wohin man käme, wenn man die alle aneinander legen würde… pfui Teufel!

Der moralisch gefestigte Bevölkerungsanteil hat natürlich längst eine unschöne Bezeichnung für uns gefunden: „Schlampen“. Sie sagen es uns nicht ins Gesicht, aber sie tuscheln hinter unseren Rücken. Natürlich hätten wir es eigentlich nicht nötig, uns davon beeindrucken zu lassen. Schließlich und endlich – wer interessiert sich schon für die Meinung verbitterter Typen und frustrierter Weiber?

Wo zieht man die Trennlinie zwischen „erfahrener Frau“ und „handelsüblicher Schlampe“?

Selbstbewusstsein hin, Doppelmoral her… manchmal frage ich mich trotzdem, inwieweit sie nicht doch irgendwie Recht haben könnten: Wo ist der Unterschied? Wo zieht man die Trennlinie zwischen „erfahrener Frau“ und „handelsüblicher Schlampe“?

Ich bin die Sache analytisch angegangen: Meiner Meinung nach unterliegt der (unfreiwillig?) sexuell weniger aktive Teil unserer Gesellschaft einem entscheidenden Denkfehler.

Abgesehen davon, dass er natürlich alles andere als objektiv urteilt, vernachlässigt er nämlich darüber hinaus den gar nicht so unwesentlichen Aspekt der Relation und verfälscht somit eindeutig die Diagnose-Reliabilität. Ha!

Die gute Nachricht für mich und alle anderen Flittchen: Vergesst alle Gerüchte! Es gibt keine konkrete Beischlaf-Marke, die uns zu Schlampen stempelt. Definitiv nicht! Das alles ist nämlich nichts anderes als das objektiv-rechnerische Ergebnis zweier völlig realer Größen, die man in Bezug zueinander setzen muss:

Ich nenne es „die Schlampen-Quote“

Die Zahl der tatsächlich angenommen Angebote (a) im Verhältnis zur Anzahl der potenziellen Interessenten (b). Eine einleuchtende Formel. „a“ geteilt durch „b“ ergibt „c“. Ich nenne es „die Schlampen-Quote“.

Will heißen: Wenn die spießige Katharina im Laufe eines Jahres vier Männer findet die mit ihr ins Bett wollen und mit der Hälfte davon in die Kiste steigt, dann war sie laut Adam Riese nur mit zwei Jungs im Bett und liegt damit vermutlich noch vollkommen im gesellschaftlich vertretbaren Rahmen. Katharina ist fein raus! Denn dass zwei von vieren immerhin eine 50%-Quote bilden, interessiert mal wieder keine Sau.(Abgesehen davon, dass sich für Frauen wie Katharina sowieso niemand interessiert… außer vielleicht den vier vermutlich betrunkenen oder potthässlichen Ausnahmen die es eben geben muss, um die Regel zu bestätigen)

Schlampen-Quote

Schlampen-Quote: Entscheidend ist die Zahl der Gelegenheiten (Foto: conrado | Shutterstock)

106 potenzielle Anwärter

Die Kehrseite der Medaille: Wenn Frauen wie ich im Schnitt zwei Angebote pro Woche bekommen, dann macht das aufs Jahr gerechnet 106 potenzielle Anwärter, von denen wir immerhin stolze 54 von uns beschlafen werden müssten, um Katharinas Quote zu toppen.

Genau hier wird endlich ein Schuh aus der Sache. (Oder, wie mein alter Mathematik-Lehrer sagen würde, „quod erat demonstrandum“):

In der Relation gesehen sind wir nämlich keine „Schlampen“, sondern das genaue Gegenteil: sexuelle Unschuldslämmer mit bewundernswerter Impulskontrolle. (Und ganz abgesehen davon und nur so nebenbei bemerkt: Wer von uns hätte denn bitteschön überhaupt die Zeit, sich auf die 50%-Marke hochzuvögeln? Na also!)

Um das Ding zu Ende zu denken: Eine Schlampe lässt sich also nicht daran erkennen wie oft sie „ja“ gesagt hat, wenn man nicht weiß, wie oft sie zwischenzeitlich zu anderen Typen „nein“ gesagt hat. Und dass die Jungs mit dem „Nein“ in der Tasche natürlich nicht mit ihren Niederlagen hausieren (sondern wahrscheinlich zu Frauen wie Katharina) gehen liegt in der Natur des Mannes und führt sämtliche möchtegern-Kanzelsprüche Außenstehender schon von vornherein ad Absurdum.

Streng genommen sollten wir die giftgrünen Kommentare unserer Neider also einfach als das verbuchen, was sie tatsächlich sind – Komplimente. (Wenn auch auf eher gewöhnungs-bedürftigen Umwegen.) Mehr noch: Eigentlich müssten wir uns unsere Quote stolz auf Visitenkarten drucken, anstatt bei herunter gelassenen Rollläden vermeintliches Beweismaterial verschwinden zu lassen. Na Bitte!

Wozu das Ganze?

Scherz beiseite: Natürlich ist diese Quote genau so schwachsinnig wie der Versuch, Frauen kategorisch in Schubladen einsortieren zu wollen. Wozu das Ganze? So oder so: Es kommt im Grunde genommen einfach nur darauf an, Haltung zu bewahren, sich treu zu bleiben und sich dabei nicht um das dumme Gerede der anderen zu scheren.

Schlampe hin, Mauerblümchen her: Ich für meinen Teil mache einfach weiter wie bisher: Genießen, schweigen und heimliche Listen führen. Alles andere geht niemanden etwas an! Ich meine, ich könnte ja auch einfach nur verdammt groß geschrieben haben ;-)

Autorin: Mirjam-Magdalena Bohusch

Deine Meinung?

Kommentare:
  • Anonymous

    Ich denke mal, wenn die Anzahl der Männer weit über die 10 hinausgeht, dann handelt es sich um eine Schlampe. Oder wie es teilweise üblich ist, geht man erst miteinander ins Bett und dann lernt man sich kennen. Ist dann aber auch eine Schlampe.

  • Anonymous

    Es gibt überhaupt keine Schlampen. Die anderen sind nur langweilige Mauerblümchen

  • Alice

    Warum denn überhaupt die Klassifizierung?
    Und wer kann den schon von sich behaupten, in seinem ganzen Leben nur ein bis drei Personen sexuell begehrt zu haben? ;)

    Der Sexualtrieb ist naturgegeben, also warum nicht nutzen wenn er aktiv wird?
    Es gibt Zeiten, da will man nur den Einen, und es gibt Zeiten, in denen der Sexualtrieb bei verschiedenen Personen ohne Verliebtheit anspringt.
    Es gibt sexuelles Interesse, freundschaftliches Interesse, romantisches Interesse und vieles mehr – manchmal findet man auch alles in einer Person – bei manchen hält sich das länger, bei manchen kürzer, bei manchen ein Leben lang.

    Manche Leute haben einen stärkeren Sexualtrieb, manche schwächer – manche leben polygam, manche monogam. In manchen Gesellschaften galt/gilt das Eine als richtig, in anderen das Andere.

    Wer hat denn jemals festgelegt, welche Lebensweise richtig ist?
    Natürlich ist unsere Gesellschaft stark von der Vorgeschichte geprägt, weshalb die Toleranz für Lebensweisen, die sich von traditionell deutscher Monogamie unterscheiden, geringer ist.

    Deshalb finde ich das Erscheinen des Artikels gut, auch wenn er insgesamt schon fast zu provokant und überspitzt ist, und das Herumreiten auf „Mauerblümchen und Spießern“ jetzt auch nicht die feine Art ist, mit seinen Kritikern umzugehen – da schafft man sich vllt eher schnell Feinde und bestätigt die negative Konnotation des Begriffs „Schlampe“.

    Aber Auseinandersetzungen wird es immer geben und was, wenn nicht Provokation, findet denn am meisten Anklang in der Gesellschaft? ;)

  • Hexe

    Hi
    Ich finde das Eine Frau sich anständig benehmen sollte und sich für Hurerei
    Zu schade sein sollte.
    Diese Schl…. sind selber Schuld wenn sie nur verarscht werden und sich niemals Schwiegermutters Liebling werden.
    Man sollte sich schämen

  • Syf

    Liebe Herren, zum Thema „passenden“ Partner finden: Männer gehen besonders gerne mit einer Frau ins Bett, bevor sie an Beziehung oder Liebe denken oder diese empfinden. Wenn reife Frauen dann irgendwann keine Lust mehr haben auf ein weiteres gebrochenes Herz und einfach mal an sich selbst denken und sich nur für Sex jemanden suchen, dann sind sie keine Schlampen sondern Realisten. Eine Beziehung und Liebe mit jemanden, den ich nicht attraktiv finde und mit dem der Sex langweilig ist….?? Mit dem möchte ich nicht den Rest meines Lebens unglücklich verheiratet sein. Den passenden Partner, das bedingt leider auch einen reifen Mann der lieben und geben kann auf der anderen Seite ;) Es ist traurig und sexistisch, dass nur Frauen die „Schlampen“ sein sollen und Männer die mit Frauen schlafen, die sie nicht lieben, sind das dann „Helden“? Solange man Single ist, sollte man sich ausleben. Das Leben ist nicht „endlos“. Zwischen Nymphomanin und Mauerblümchen gibt es noch sehr viele Nuancen und das ist gut so. Jedem das seine. Ich denke manche Männer hier sind einfach nur neidisch =) Eine Frau über die Anzahl ihrer Sexualpartner zu beurteilen ist aber ziemlich schwachsinnig und reduzierend und genau darauf weist dieser Beitrag hin. Die „Schlampe“ sagt immernoch zu sehr vielen Männern nein und kann moistens auch kochen, putzen, unterhalten.. aber im Bett wohl spannender als eure keuschen Ehefrauen, denen ihr keinen Spaß gönnt, ihr Egoisten !!

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