Durch Klimawandel, Raubbau & Co.Diese sechs Lebensmittel werden dramatisch knapp

Wir verraten, welche sechs beliebten Lebensmittel bald knapp werden und warum. Die Folgen von Klimawandel, Schädlingsbefall und Raubbau.

Kakao könnte schön bald knapp werden

Kakao könnte schön bald knapp werden (Foto: Nestor Bandrivskyy | Shutterstock)

Trinken Sie gerne süßen Kakao oder milden Rooibos-Tee? Genießen Sie gerne zarte Schokolade oder aromatische Bananen? Oder sind Sie vielleicht ein Liebhaber von würzigem Thunfisch oder exklusivem Hummer?

Dann sollten Sie sich mit diesen guten Gaumenfreuden lieber stramm ranhalten. Denn diesen beliebten Lebensmitteln wird wohl in absehbarer Zeit das allerletzte Stündlein schlagen. Und das hat drei üble Gründe, die nachfolgend beim Namen genannt werden.

Pilz- und Schädlingsbefall

Bananenpflanzen wirken auf uns deutlich robuster, als sie tatsächlich sind. Darum gelingt es einem speziellen Pilz namens „Fusarium oxysporum f. sp. cubense“ den Bananen schwer zuzusetzen. Das Problem dabei: Dieser bereits in kleinsten Mengen maximal zerstörerische Pilz ist derzeit weder einzudämmen noch zu vernichten. Und so stirbt Bananenstaude um Bananenstaude unrettbar ab, ohne dass Landwirte oder Wissenschaftler etwas dagegen unternehmen könnten.

Bei der Kakaobohne richten Pilze und andere Schädlinge ebenfalls großen Schaden an. In den Hauptanbaugebieten Brasiliens und Ostasiens gehen durch den Befall mit Ungeziefer & Co. regelmäßig komplette Jahreserträge an Kakao verloren. Dadurch könnten die aus den Kakaobohnen gewonnenen Produkte bald drastisch knapp und somit schmerzhaft teuer werden.

Klimawandel

Selbst im bislang als klimatisch eher gemäßigt geltenden Westeuropa sind die katastrophalen Folgen des globalen Klimawandels nicht mehr zu übersehen. Wie es unter diesen wetterumstürzlerischen Umständen auf dem afrikanischen Kontinent zugeht, möchte man selbst sicher nicht hautnah miterleben. Doch an einem Anzeichen wandernder Wüsten kommt kein Teeliebhaber auf der ganzen Welt vorbei: Der Rooibos-Tee (auch Rotbusch-Tee genannt) verliert in Afrika zunehmend seinen angestammten Lebensraum. Die Ernten werden immer karger und werden bald gar nichts mehr bringen. Verzweifelte Versuche, Rooibos-Teepflanzen in anderen Anbaugebieten anzusiedeln, schlugen bislang allesamt fehl.

Raubbau durch den Menschen

Der Mensch in seiner unersättlichen Gier schöpft oft gedankenlos aus dem Vollen, bis es plötzlich nichts mehr zu schöpfen gibt. Diese leidvolle Erfahrung müssen derzeit Blauflossen-Thunfische, Rote Thunfische und Großaugen-Thunfische machen. Denn man gönnt diesen hoffnungslos überfischten Meeresbewohnern keine biologisch notwendigen Schonzeiten, in denen sich die bedenklich geschrumpften Bestände erholen könnten. In die gleiche düstere Zukunft blickt der edle Hummer, dessen Schicksal ebenfalls dadurch besiegelt ist, dass er dem Menschen einfach zu gut schmeckt.

Fazit

Wir werden derzeit Zeugen eines gigantischen Artensterbens sowohl in der Flora als auch in der Fauna unseres Planeten. Die oben genannten Beispiele sind nur die Spitze des schmelzenden Eisbergs. Es wird in Zukunft wohl noch viel mehr Gaumenfreuden geben, die unwiederbringlich verloren gehen, und die wir eines trostlosen Tages nur noch in Erinnerungen und Erzählungen wiederfinden können. Autorin: Carina Collany

Sebastian Fiebiger: Magst Du Kakao? Bananen? Rotbuschtee? Wie bereitest Du Dich auf die Knappheit von Lebensmitteln vor? Schreib uns Deine Erfahrungen, Ergänzungen und Fragen – direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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