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    Home»Nachrichten»9.600 Hitztetote: Dröge kritisiert Schweigen des Kanzlers

    9.600 Hitztetote: Dröge kritisiert Schweigen des Kanzlers - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion06.08.26
    Katharina Dröge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Katharina Dröge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat angesichts der hohen Zahl an Hitzetoten scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt. Der Bundeskanzler sei sich weiterhin auch nur für ein Wort des Bedauerns zu schade, sagte Dröge dem Nachrichtenportal "T-Online".

    Es scheine, als sei Merz in einer Schockstarre verfangen. Politisch sei das inakzeptabel, sagte die Grünen-Politikerin.

    Bei der hitzebedingten Übersterblichkeit handele es sich offenkundig um einen dramatischen Gesundheitsnotstand, sagte Dröge. Insbesondere für ältere und erkrankte Menschen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sei die Hitze lebensbedrohlich und in Tausenden Fällen tödlich. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) sei für ihren Schutz verantwortlich. Dröge forderte ihn auf, "einfach mal zu machen". Es sei jetzt "allerhöchste Zeit".

    Die Grünen-Politikerin verlangte außerdem ein "Sofortprogramm für die klimafreundliche Kühlung von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen". Die Bundesregierung dürfe die Verantwortung nicht weiter auf die finanziell klammen Kommunen schieben, Klimaanpassung sei eine Gemeinschaftsaufgabe.

    Dröge erklärte weiter, dass der wichtigste Schutz vor noch heftigeren Hitzewellen die Bekämpfung der Klimakrise sei. Das Handeln der Regierung Merz könne man nur als politischen Totalschaden bezeichnen. Merz müsse endlich seinen Kurs korrigieren und die klimaschädlichen Gesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stoppen.

    Allein durch die heftige Hitzewelle Ende Juni sind in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) fast 10.000 Menschen gestorben. Rund 9.600 hitzebedingte Sterbefälle gingen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen Wochenbericht des RKI.

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