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    Home»Nachrichten»Dax lässt nach - Ernüchterung über fragile Iran-Verhandlungen

    Dax lässt nach - Ernüchterung über fragile Iran-Verhandlungen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion05.08.26
    Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwoch hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.126 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax zügig seine Zugewinne ab und schwankte im weiteren Verlauf um den Vortagesschluss.

    "Die Rally in der ersten Wochenhälfte über 24.600 Punkte hat den Dax viel Kraft gekostet", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "In Anbetracht der überraschenden Dynamik und der Schnelligkeit, in der der Markt in den ersten beiden Handelstagen des Monats von einem Rekord zum nächsten geeilt ist, werden die Anleger jetzt vorsichtiger. Auch wenn viele Unternehmen mit besser als erwarteten Quartalszahlen glänzen, werden vereinzelt Gewinne mitgenommen."

    Zudem seien die Anleger heute erneut von der Realität im Nahen Osten eingeholt worden. "Der Iran und die USA haben ihre Gespräche als fragil bezeichnet und rechnen nicht mit einem Abschluss innerhalb der nächsten 48 Stunden", so Lipkow. "Zugleich verschärfen die Huthi-Rebellen ihren Kurs im Roten Meer und beabsichtigen, weitere Öltanker abzufangen. Die geopolitische Gemengelage überlagert damit etwas die Rekordstimmung."

    Bei Infineon würden die Aussichten unklarer und die Gefahr eines abrupten Endes des Halbleiterzyklus nehme zu, erklärte der Analyst. "China kommt mit großen Schritten und massiven Investitionen näher und schickt sich an, ein ernst zu nehmender Konkurrent auf dem internationalen Halbleitermarkt zu werden."

    Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Fresenius und Beiersdorf an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Deutscher Post, Continental und Infineon.

    Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 53 Euro und damit sechs Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

    Der Ölpreis sank leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 79,30 US-Dollar, das waren sechs Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

    Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1546 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8661 Euro zu haben.

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