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Deutsche Elektroindustrie weiter stark auf China angewiesen ▷ Nachrichten 23.01.2023

Container, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Elektroindustrie ist wie keine zweite Branche im Land von Vorleistungen aus China abhängig. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), über die das “Handelsblatt” (Dienstagausgabe) berichtet. Demnach ist die Sparte der Datenverarbeitungsgeräte, elektronischen und optischen Erzeugnisse bei gut 19 Prozent aller Vorleistungen aus dem Ausland auf chinesische Zulieferer angewiesen, gefolgt von der Herstellung von elektrischer Ausrüstung mit 16,1 Prozent.

Insgesamt sei China als Lieferant und Abnehmer von Vorleistungen für die deutsche Industrie im Durchschnitt zwar bedeutsam, aber nicht in einem überragenden Ausmaß, heißt es in der Studie. So stammten im Schnitt 6,6 Prozent aller Vorleistungslieferungen, die die deutschen Industrieunternehmen aus dem Ausland beziehen, aus China. “Insgesamt betrachtet ist die deutsche Industrie im internationalen Vergleich nicht besonders abhängig von Importen aus China”, sagte Jürgen Matthes, Leiter der Abteilung Globale und regionale Märkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und Mitautor der Analyse. “Wenn man jedoch die einzelnen Branchen betrachtet, gibt es dort durchaus riskante Abhängigkeiten, insbesondere in der Elektroindustrie.” Im Falle eines geopolitischen Konfliktes oder anderen Störungen der Lieferketten stelle diese Exponiertheit ein Risiko dar, warnt IW-Experte Matthes: “Daher sollten Unternehmen einseitige kritische Abhängigkeiten durch mehr Diversifizierung beseitigen.” Mit im Industrieschnitt fast 20 Prozent aller Vorleistungsimporte sei Japan am stärksten von China abhängig, heißt es in der IW-Analyse. An zweiter Stelle folgt Russland mit 16,5 Prozent und auch die Industrie der USA ist mit 13,9 Prozent in der Gesamtheit abhängiger von Vorleistungen aus China als die deutsche Industrie. Das französische verarbeitende Gewerbe kommt hingegen nur auf 3 Prozent.

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