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Engpass bei Versorgung mit Masernimpfstoff ▷ Nachrichten 24.07.2019

Masern-Schutz ist Teil moderner Mehrfachimpfungen

Masern-Schutz ist Teil moderner Mehrfachimpfungen (Foto: Sherry Yates Young | Shutterstock)

Bei der Versorgung mit Impfstoff gegen Masern ist es zu einem Engpass gekommen.

ICD-10: B05 Masern

Lesezeit: 1 Minuten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Derzeit sei ein Vierfachimpfstoff nicht verfügbar, bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Mittwochsausgaben). Laut dem Sprecher handelt es sich um ein Kombinationspräparat gegen Mumps, Masern, Röteln und Varizellen.

Es gibt Alternativen

Die vorübergehende Knappheit bei diesem Kombinationsimpfstoff werde aller Voraussicht nach im Oktober behoben sein, hieß es. “Als Alternativen dazu stehen weiterhin ein Vierfachimpfstoff sowie eine mögliche Kombination aus einem MMR-Impfstoff und einem monovalenten Varizellenimpfstoff zur Verfügung”, teilte das Gesundheitsministerium mit. Auf Initiative von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte das Bundeskabinett zuletzt eine Impfpflicht gegen Masern in Kindergärten, Schulen und Flüchtlingsunterkünften auf den Weg gebracht, die im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Bei Impfstoffen kommt es immer wieder zu Versorgungsschwierigkeiten. Laut Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), der Bundesbehörde für Impfstoffe und Arzneimittel, gab es allein im Jahr 2018 für 45 Impfstoffe einen Lieferengpass.

Leider keine Einzelfälle

In 33 Fällen waren lediglich bestimmte Verpackungsgrößen nicht lieferbar, alternative Arzneimittel aber verfügbar. In zwölf Fällen gab es zeitweise überhaupt keine Alternativen. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) warnt vor Folgen für die Patienten. “Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind leider kein neues Problem. Aber das Problem scheint zuzunehmen”, sagte ABDA-Sprecher Reiner Kern dem RND. Eine Umfrage der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker habe vor einiger Zeit gezeigt, dass neun von zehn Apotheken in den vorangegangenen drei Monaten Lieferengpässe erlebt hätten. “Wenn versorgungsrelevante Arzneimittel fehlen, zum Beispiel für die Krebstherapie, dann kann das im Einzelfall schon ernste gesundheitliche Folgen für Patienten haben”, warnte Kern.

18.01.2023 Kommentieren?
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