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    Home»Nachrichten»Führende US-Wissenschaftlerin: Biolandbau ist schädlich für Umwelt

    Führende US-Wissenschaftlerin: Biolandbau ist schädlich für Umwelt » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion04.08.12

    Berlin - Die US-Biologin Nina Fedoroff hat grüne Gentechnik als ökologisch vorteilhaft und Biolandbau als schädlich für die Umwelt bezeichnet. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte die Präsidentin der AAAS, der größten und wichtigsten US- Wissenschaftsgesellschaft: "Mit Ausnahme von Seefischen und wild wachsenden Beeren haben wir alles, was wir essen, durch Zucht genetisch verändert. Ich halte den gezielten Eingriff in das Erbgut der Pflanzen, mit dem wir transgene Sorten herstellen, für weniger drastisch. Bei den traditionellen Züchtungsmethoden werden Mutationen willkürlich mit Chemikalien und Bestrahlung ausgelöst."Die deutschen Ängste vor grüner Gentechnik hält die Agrarexpertin für irrational und fehlgeleitet. "Wir müssen die Fortschritte in der Landwirtschaft weiter ausbauen", so Fedoroff. "In den vergangenen 100 Jahren haben sich die Erträge, die wir pro Hektar erzielen, in vielen Fällen verzehnfacht. Diese Zuwächse müssen wir bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Transgene Sorten könnten einen erheblichen Beitrag leisten." An der Vorliebe deutscher Verbraucher für Bio-Produkte lässt die Wissenschaftlerin kein gutes Haar: "Biologische Produkte sind weder gesünder als konventionelle Produkte, noch ist ihr Anbau besser für die Umwelt. Global gesehen ist dieser Trend sogar schädlich. Für die gleiche Menge an Lebensmitteln ist die doppelte Anbaufläche nötig. Offensichtlich lässt sich die Weltbevölkerung auf diese Weise nicht ernähren." Die Deutschen könnten sich den Luxus Biolandbau nur leisten, weil sie Tierfutter und Lebensmittel für Menschen im großen Stil importieren. "Deutschland benötigt für seine Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln eine ähnlich große Nutzfläche im Ausland wie im Inland", so Fedoroff. "Die Deutschen können sich die ineffiziente Anbauweise leisten, weil sie genug Geld haben und nur einen kleinen Teil ihres Einkommens für die Ernährung aufbringen müssen. Aber wir haben heute eine globalisierte Lebensmittelversorgung. Eine Landwirtschaft, die nicht alle ernähren kann, benachteiligt vor allem die Ärmsten der Welt." [dts Nachrichtenagentur]

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