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    GfK: Verbraucherstimmung setzt Erholungskurs fort - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion29.10.24
    Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat ihren Erholungskurs im Oktober 2024 fortgesetzt. Das ist ein Ergebnis des sogenannten GfK-Konsumklimas, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

    Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbessern sich zum zweiten Mal nacheinander und die Sparneigung geht etwas zurück - dementsprechend verzeichnet das Konsumklima in der Prognose für November im Vergleich zum Vormonat (revidiert -21,0 Punkte) einen Anstieg um 2,7 Zähler auf -18,3 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit April 2022, wobei das Niveau des Konsumklimas nach wie vor niedrig ist. Zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung äußern sich die deutschen Verbraucher allerdings erneut etwas pessimistischer.

    "Nach der leichten Verbesserung im Vormonat steigt das Konsumklima weiter an", sagte Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM, das an der Studie beteiligt ist. "Es klettert auf den höchsten Wert seit April 2022. Damals wurden, nach Beginn des Ukraine-Krieges, -15,7 Punkte gemessen."

    Aber trotz des Anstiegs bleibe das Niveau des Konsumklimas nach wie vor überaus niedrig. "Die Verunsicherung durch Krisen, Kriege und gestiegene Preise ist derzeit immer noch sehr ausgeprägt und verhindert, dass für den Konsum positive Faktoren, wie spürbare reale Einkommenszuwächse, nicht ihre volle Wirkung entfalten können. Meldungen über eine steigende Zahl an Unternehmensinsolvenzen und über Beschäftigungsabbaupläne bzw. Produktionsverlagerungen ins Ausland verhindern zudem eine deutlichere Erholung der Konsumstimmung."

    Im Gegensatz zur Konsumstimmung sehen die deutschen Verbraucher die konjunkturelle Entwicklung für die kommenden zwölf Monate erneut etwas pessimistischer. Die Konjunkturerwartungen sinken zum dritten Mal in Folge. Mit einem Minus von 0,5 Zählern weist der Konjunkturindikator aktuell 0,2 Punkte auf. Ein geringerer Wert wurde zuletzt im März 2024 mit -3,1 Punkten gemessen.

    Die Erwartungen bezüglich der künftigen finanziellen Lage des eigenen Haushalts in den kommenden zwölf Monaten wird von den Befragten zum zweiten Mal in Folge etwas optimistischer eingeschätzt. Der Indikator Einkommenserwartung legt gegenüber dem Vormonat um 3,6 Zähler zu und klettert damit auf 13,7 Punkte. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Plus deutliche 29 Punkte.

    Der steigende Einkommensoptimismus sorgt bei der Anschaffungsneigung für Rückenwind. Der Indikator gewinnt 2,2 Zähler hinzu und weist nun -4,7 Punkte auf. Dies ist der höchste Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren: Im März 2022 wurde zuletzt mit -2,1 Punkten ein besserer Wert gemessen. Die Anschaffungsneigung zeigt also momentan einen leicht steigenden Trend. Allerdings ist das Niveau nach wie vor sehr niedrig. Zudem können weitere belastende Umstände in den nächsten Monaten hinzukommen: Die Arbeitslosigkeit und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sind zuletzt leicht angestiegen.

    Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 4. bis zum 15. Oktober 2024. Die Ergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherbefragungen, die monatlich im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

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