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Impf-Quoten deutlich schlechter als bisher bekannt ▷ Nachrichten 07.08.2019

Kleinkind auf Spielplatz, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Kleinkind auf Spielplatz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesweit sind deutlich weniger Kinder geimpft als angenommen. Das deckt der “Arzneimittelreport” der “Barmer Krankenkasse” auf, über den die “Bild” (Donnerstagausgabe) berichtet. Demnach gibt es nicht nur bei Masern große Impf-Lücken.

ICD-10: B05 Masern

Lesezeit: 1 Minuten

Impfquote deutlich unter 90 Prozent

Bei allen der 13 wichtigsten Infektionskrankheiten liege die Impfquote bei Kindern zur Einschulung deutlich unter 90 Prozent, heißt es. Bisher ging das Robert-Koch-Institut von Quoten von meist über 90 Prozent aus – erfasste dabei aber nur diejenigen, die bei der Schuluntersuchung ihren Impfpass vorlegten. Die Gesundheitsbehörden fordern, dass mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein müssen, um “Herdenschutz” zu erreichen, die gefährlichen Krankheiten damit auszurotten bzw. eine Ausbreitung zu verhindern. Bei Zweijährigen werden diese Quoten auch bei den hoch ansteckenden Röteln, Mumps, Diphtherie und Hepatitis B weit verfehlt, liegen unter 80 Prozent.

Bayern: Hochburg der Ungeimpften

Besonders hoch ist laut “Barmer” der Anteil ungeimpfter Kinder in Bayern. Dort finde sich unter 20 Zweijährigen sogar mindestens ein Kind ohne eine einzige von der “Ständigen Impfkommission” (STIKO) vorgesehenen Schutzimpfung. Niedrig seien die Impfquoten auch in Sachsen, Baden-Württemberg, Bremen, Thüringen. Relativ gut stehen Brandenburg, Hessen, Niedersachsen da. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Juli ein Gesetz zur Einführung einer Impf-Pflicht eingebracht – bisher allerdings nur für Masern. “Unser Arzneimittelreport zeigt jedoch, dass in Deutschland auch bei anderen gefährlichen Infektionskrankheiten deutliche Impflücken existieren”, so Barmer-Chef Christoph Straub.

18.01.2023 Kommentieren?
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