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    Home»Nachrichten»Infratest: Union verliert - AfD erklimmt neues Rekordhoch

    Infratest: Union verliert - AfD erklimmt neues Rekordhoch - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion06.08.26
    Markus Söder und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Markus Söder und Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CDU/CSU verlieren auch in der vom Institut Infratest gemessenen Wählerabsicht an Zustimmung - während die AfD weiter zulegt. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union demnach derzeit auf 21 Prozent - das ist ein Prozentpunkt weniger als Anfang Juli und der schwächste Wert für die beiden Schwesterparteien seit November 2021.

    Die AfD käme aktuell auf 28 Prozent - das ist ein Punkt mehr als im Vormonat und ihr bislang höchster Wert in der regelmäßigen Erhebung für den "Deutschlandtrend" der ARD.

    Alle anderen Parteien bleiben gegenüber dem Vormonat unverändert: Die SPD liegt bei 12 Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die Linke bei 11 Prozent und die FDP bei 4 Prozent. Alle noch kleineren Parteien kämen derzeit zusammen auf 9 Prozent.

    Im Umgang mit der AfD sprechen sich 27 Prozent (+3 im Vgl. zu Juni) dafür aus, eine Zusammenarbeit mit der Partei zu suchen - dies sind vor allem die AfD-Anhänger selbst. 32 Prozent würden über eine Zusammenarbeit von Fall zu Fall entscheiden (+1). 37 Prozent würden eine Zusammenarbeit grundsätzlich ausschließen (-4). Mehrheiten der Anhänger von Grünen (77 Prozent), Linke (74 Prozent) und SPD (61 Prozent) sprechen sich dafür aus, eine Zusammenarbeit grundsätzlich auszuschließen. Bei den Unions-Anhängern würden 7 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD suchen, 48 Prozent von Fall zu Fall entscheiden und 44 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen.

    Mit der Arbeit der Bundesregierung sind wie im Vormonat 13 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden; fünf von sechs Deutschen (85 Prozent) sind mit der Arbeit von Union und SPD weniger bzw. gar nicht zufrieden (-1). Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind Anfang August 14 Prozent der Wahlberechtigten sehr zufrieden bzw. zufrieden - das ist eine minimale Verbesserung um 1 Punkt zum Juli, als Merz den niedrigsten Zufriedenheitswert eines Kanzlers in der Geschichte des ARD-"Deutschlandtrends" erreichte. Fünf von sechs Deutschen (84 Prozent) sind mit der Arbeit von Friedrich Merz weniger bzw. gar nicht zufrieden.

    Mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist gut jeder Zweite (53 Prozent) sehr zufrieden bzw. zufrieden (+1). Damit ist er weiterhin der einzige Kabinettsvertreter, den die Bürger mehrheitlich positiv bewerten. Mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) sind 32 Prozent zufrieden (+4). Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) verbessert sich auf 28 Prozent Zufriedenheit (+6); 54 Prozent sind mit ihm unzufrieden (-4). Mit Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sind 23 Prozent zufrieden (+2) und 62 Prozent unzufrieden (-2). Parteikollegin und Arbeitsministerin Bärbel Bas erreicht aktuell 22 Prozent Zufriedenheit (+4); 55 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-5). Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommt auf 15 Prozent Zufriedenheit (+4); 58 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-5).

    Beim Blick auf die Opposition sind 22 Prozent mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Tino Chrupalla zufrieden (+3 im Vgl. zu Juni); 51 Prozent sind mit ihm unzufrieden (-4). Die Arbeit der Linken-Fraktionsvorsitzenden Heidi Reichinnek stößt auf 19 Prozent Zufriedenheit (+1) und 42 Prozent Unzufriedenheit (-1). Mit der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann sind 11 Prozent zufrieden (+1); 28 Prozent sind mit ihr unzufrieden (-3) und eine Mehrheit (61 Prozent) kennt sie nicht bzw. traut sich kein Urteil zu.

    Infratest hatte 1.297 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland vom 3. August bis 5. August befragt.

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