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    IW: Stimmung in der Wirtschaft noch schlechter als vor einem Jahr » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion15.04.26
    Hamburger Container-Hafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Hamburger Container-Hafen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Köln (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung deutscher Unternehmen ist noch schlechter als vor einem Jahr. Dies geht aus einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 964 Unternehmen hervor, die im März stattgefunden hat und über die das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet. 43 Prozent der befragten Unternehmen berichten demnach von einer schlechteren Lage als vor einem Jahr, nur 14 Prozent von einer besseren.

    "Die nicht überwundene wirtschaftliche Krise in Deutschland zeigt sich nach wie vor in der insgesamt schlechten Geschäftslage der deutschen Unternehmen", heißt es in der Analyse. Sowohl in Industrie, Dienstleistungssektor und Bauwirtschaft werde die aktuelle Lage "unterm Strich negativ bewertet". So erwarten 35 Prozent der Firmen für 2026 einen Rückgang der Produktion, während nur 21 Prozent mit einem Anstieg rechnen.

    Anders als erhofft wollen die Unternehmen auch nicht mehr investieren. Der Anteil der Industriebetriebe, die aktuell mit niedrigeren Investitionen planen, ist mit 42 Prozent rund doppelt so hoch wie der Anteil der Firmen, die mit höheren Investitionen planen (19 Prozent). Über alle Branchen hinweg rechnen 21 Prozent der befragten Firmen mit höheren und 39 Prozent mit niedrigeren Investitionsbudgets im Jahr 2026.

    "Damit befindet sich die deutsche Wirtschaft in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit 20 Jahren - zumindest seit der Ausweisung gesamtdeutscher Ergebnisse ab dem Jahr 2005", heißt es in dem Papier.

    Die schlechte Wirtschaftslage dürfte demnach auch zu einem weiteren Arbeitsplatzabbau führen, vor allem in der Industrie. "Der Rückgang in der Industrie wird sich fortsetzen", heißt es in der Analyse. 37 Prozent der Industriefirmen planen laut Umfrage mit weniger Personal, nur 14 Prozent mit mehr.

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