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    Home»Nachrichten»Linke fordert Ölpreisdeckel und 9-Euro-Ticket

    Linke fordert Ölpreisdeckel und 9-Euro-Ticket » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion13.03.26
    Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Linken-Chef Jan van Aken fordert zur Entlastung der Bürger die Einführung eines Ölpreisdeckels und des 9-Euro-Tickets.

    "Wir brauchen einen Ölpreisdeckel und vor allen Dingen, das hört sich jetzt ein bisschen komisch an, aber wir brauchen das 9-Euro-Ticket. Denn es gibt ja viele Menschen, die jetzt bei diesen Spritpreisen sagen: Okay, dann doch lieber Bus und Bahn. Aber wer kann sich denn Bus und Bahn bei diesen Preisen leisten? Also diese Mischung aus dem Ölpreisdeckel für die, die aufs Auto angewiesen sind, und das 9-Euro-Ticket für die, die umsteigen können - ich glaube, das würde die Menschen entlasten", sagte van Aken am Freitag den Sendern RTL und ntv.

    Eine Tankfüllung koste zehn bis 20 Euro mehr als noch vor dem Krieg. Außerdem würde sich der gestiegene Ölpreis auch "ganz schnell im Supermarkt zeigen". "Wenn die Ölpreise steigen, dann steigen eigentlich alle Produkte. Wir werden eine Inflation haben und die Bundesregierung könnte ganz einfach gegensteuern."

    Dass die Einführung des "österreichischen Modells" an Tankstellen Autofahrer entlasten wird, glaubt van Aken nicht. "Wen will die Bundesregierung damit eigentlich veräppeln? Dieses österreichische Modell ist gut. In normalen Zeiten. Das läuft ja seit Jahren, und dann haben die Autofahrer die Sicherheit: Einmal am Tag geht es rauf oder runter und dann weiß ich, wann ich tanken kann. Aber in Krisenzeiten, wo der Preis nur nach oben geht, ist das doch ein schlechter Witz", so der Linken-Chef.

    Van Aken geht davon aus, dass die Spritpreise weiter steigen werden. "Wenn wir jetzt zwei Wochen lang diese Regelung haben, haben wir nur 14 Preiserhöhungen. Dann kostet das Benzin trotzdem 2,30 Euro oder 2,40 Euro in zwei Wochen. Also das hilft gar nichts." Die Bundesregierung müsse sich endlich trauen, auch an die Ölkonzerne ranzugehen. "Die haben am Beginn des Ukrainekrieges Milliardengewinne gemacht."

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