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    Home»Nachrichten»Merck will mehr Kostenbewusstsein in eigener Pharmasparte schaffen

    Merck will mehr Kostenbewusstsein in eigener Pharmasparte schaffen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion07.10.19↻ 10.01.23
    Tabletten, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tabletten, über dts Nachrichtenagentur

    Darmstadt (dts Nachrichtenagentur) - Die Pharma-Chefin des Darmstädter Merck-Konzerns sieht ihre Sparte bei der Umsetzung der Ziele bis 2022 auf gutem Kurs. "Wir haben vor drei Jahren das Ziel ausgegeben, dass wir bis 2022 zwei Milliarden Euro Umsatz mit neuen Produkten aus unserer Pipeline generieren wollen. Dabei bleibt es", sagte Belén Garijo, Chefin von Merck Healthcare, der "Welt" (Montagsausgabe).

    "Wir sind da auf einem guten Weg." Dem Konzern hatte in den vergangenen beiden Jahren wieder regelmäßig neue Medikamente auf den Markt gebracht. "Aber wir dürfen uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen", sagte Garijo. Die Familie und die übrigen Investoren hinter Merck hätten in den vergangenen Jahren sehr viel in das Pharmageschäft investiert.

    "Wir haben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass dieser Vorschuss sich nun in Form steigender Profite auszahlt. Und das bedeutet: Wir müssen stärker wachsen als bisher und noch kostenbewusster arbeiten." Gemeint sei damit eine "nachhaltige Kultur des Kostenbewusstseins" im Unternehmen. "Wir müssen profitabler werden, und wir wollen in den Therapiegebieten, in denen wir tätig sind, einen Spitzenplatz einnehmen", so Garijo. Konkret seien das die Krebsforschung inklusive der Immunonkologie, die Neurologie, Autoimmunerkrankungen sowie die Fortpflanzungsmedizin. Garijo wehrte sich gegen die Kritik an Pharmakonzernen, sie würden für Neuentwicklungen zu viel Geld verlangen. "In einem Unternehmen muss es auch darum gehen, Geld zu verdienen", sagte die Managerin.

    "Pharmakonzerne werden dafür oft kritisiert. Aber wenn ein Unternehmen wie Merck über Jahre hinweg 25 Prozent seiner Umsätze in die Pharmaforschung investiert, dann müssen die aufwendig entwickelten Innovationen auch irgendwann bezahlt werden." Viele Fortschritte würden in der Debatte über Preise nicht ausreichend berücksichtigt. "Die entscheidende Frage ist doch immer, welchen Mehrwert bringt das Medikament dem Patienten? Hat es keinen Mehrwert, brauchen wir uns über einen Preis gar nicht erst zu unterhalten. Aber wenn es einen hat, dann sollte man das auch honorieren", sagte sie in der Zeitung.

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