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    Home»Nachrichten»NRW-SPD-Spitzenkandidat will an Altersteilzeit länger festhalten

    NRW-SPD-Spitzenkandidat will an Altersteilzeit länger festhalten - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion16.08.26
    Jochen Ott (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Jochen Ott (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - In der Debatte über die Rentenreform fordert der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, ein längeres Festhalten an der Altersteilzeit im Blockmodell.

    "Gerade in Unternehmen, in denen in den letzten Monaten Arbeitsplätze abgebaut wurden und sich die Arbeitgeber und Beschäftigten auf die geltenden Regeln zum Blockmodell verlassen haben - etwa in der Automobilbranche oder der Stahlindustrie -, brauchen Beschäftigte Sicherheit und verlässliche Perspektiven", sagte Ott dem "Spiegel". Deshalb müsse es für die Altersteilzeit im Blockmodell als bewährtes Instrument für einen verlässlichen und sozialverträglicheren Übergang in den Ruhestand klare Übergangsregelungen geben. Das sei vor allem auch im Industrieland NRW von Bedeutung und zeige sich immer wieder in Gesprächen mit Beschäftigten und Unternehmen.

    Bei der Altersteilzeit im Blockmodell arbeiten Beschäftigte eine Zeit lang für ein niedrigeres Entgelt, bevor eine Freistellung bei weiterlaufenden reduzierten Bezügen erfolgt. Die Alterssicherungskommission der Bundesregierung hat eine Abschaffung dieser Form der Altersteilzeit empfohlen.

    Ott forderte außerdem eine Nachfolgeregelung für die abschlagsfreie Frühverrentung langjährig Beschäftigter. Wer jahrzehntelang eingezahlt habe, müsse auch künftig ohne Abschläge in Rente gehen können. Das sei kein Privileg, sondern Respekt vor Lebensleistung. Für Beschäftigte in der Stahlindustrie, auf dem Bau, im Handwerk oder in der Pflege sei es oft keine realistische Option, einfach noch ein paar Jahre dranzuhängen. Deshalb brauche es verlässliche Regeln für lange Erwerbsbiografien und klare Härtefallregelungen. Die Botschaft aus der Basis sei für ihn eindeutig: "Länger arbeiten können - ja. Länger arbeiten müssen - nein."

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