Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Politiker kritisieren Pharma-Konzerne wegen Investitionsstopp

    Politiker kritisieren Pharma-Konzerne wegen Investitionsstopp » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion05.06.26
    Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante Streichung von Pharma-Investitionen wegen der geplanten Gesundheitsreform stößt auf teils heftige Kritik.

    "Die Politik darf sich von solchen Drückerkolonnen-Methoden nicht einschüchtern lassen. Gesetze werden in einer Demokratie im Parlament gemacht - nicht in den Vorstandsetagen internationaler Pharmakonzerne", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Janosch Dahmen, dem "Spiegel".

    Beschäftigte und Betriebe seien nicht dazu da, mit ihren Sozialbeiträgen die Gewinnmargen einzelner Pharmakonzerne abzusichern, sagte Dahmen. "Wenn milliardenschwere Pharmakonzerne Investitionen davon abhängig machen, dass ihnen die Politik weiter Milliardengeschenke aus den Sozialkassen garantiert, dann setzen sie damit die Axt an die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts an."

    Die Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim hatten teils indirekt, teils direkt mit Verweis auf das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt, ihre Investitionen in Deutschland drastisch zurückzuschrauben. Die Branche stemmt sich insbesondere gegen einen zusätzlichen Preisnachlass, den sie den Krankenkassen gewähren soll. Dieser "dynamische Herstellerabschlag" soll sich nach der Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen und der Arzneimittelausgaben richten.

    Der Linkenpolitiker Michael Arndt nennt die Aufkündigung der Investitionsentscheidungen einen "völlig unverhohlenen Erpressungsversuch aus reiner Profitgier". "Diese Konzerne sagen nichts anderes, als dass deutsche Krankenversicherte ihren Aktionären und Besitzern noch mehr Gewinne bescheren sollen", sagte der arzneimittelpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion dem "Spiegel"

    Selbst unter Politikern der Regierungsfraktionen ist Skepsis zu hören. "Ich halte nichts davon, gesundheitspolitische Entscheidungen unter Drohkulissen zu treffen", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt, dem "Spiegel". "Am Ende tragen wir auch Verantwortung für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler." Deutschland gehöre bei vielen Arzneimitteln zu den Ländern mit sehr hohen Ausgaben, so CDU-Politikerin Borchardt. Zugleich werde behauptet, jeder Eingriff gefährde automatisch die Versorgung oder den Standort.

    Das geplante Gesetz sei "notwendig", sagte Borchardt. "Wenn wir die Beitragsentwicklung stabilisieren wollen, müssen alle Bereiche ihren Beitrag leisten." Sie kündigte allerdings auch an, den Gesetzentwurf im parlamentarischen Verfahren "genau prüfen" zu wollen, auch auf "unbeabsichtigte Nebenwirkungen" wie auf Forschung, Produktion oder Verfügbarkeit.

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelReiche will Schwellenwerte für Fusionskontrolle anheben
    Nächster Artikel Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (05.06.2026)
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Nach Wegner-Rückzug: Krach schließt Koalition mit CDU nicht aus
    1 min
    Verdi-Chef kritisiert Rentenkommission: Betriebsrente in Gefahr
    1 min
    DGB-Chefin Fahimi fordert Pflichtbeitrag zur Betriebsrente
    1 min
    Tabaksteuer soll stärker steigen als geplant
    2 min
    SPD-Politiker für mögliche EU-Sanktionen gegen Israel
    1 min
    Woidke verlangt eigenen Strompreis für Norden und Osten
    2 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomant Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    Netzwerk: naanoo | Medizin+ | Localpedia | Promis+ | Gameblog

    © 2026 Softclick GmbH & Co. KG • naanoo media

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken