Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen nach CSD-Anschlag

    Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen nach CSD-Anschlag - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion02.08.26
    Tatort nach Todesfahrt beim CSD (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tatort nach Todesfahrt beim CSD (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert Konsequenzen aus dem islamistischen Anschlag auf den Christopher-Street-Day (CSD) in Berlin - warnt aber vor populistischen Forderungen und politischen Schnellschüssen.

    Die Gewerkschaft halte es für geboten, die rechtspolitische Diskussion nach dem Anschlag "auf Grundlage rechtsstaatlicher Prinzipien und einer sachlichen Analyse zu führen", heißt es in einem Positionspapier des GdP-Bundesvorstands, aus dem das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

    Die GdP sehe derzeit keinen Anlass für eine kurzfristige Änderung im Jugendgerichtsgesetz. Stattdessen solle zunächst die im Koalitionsvertrag vorgesehene Evaluation des Gesetzes abgewartet werden. Dann könne systematisch bewertet werden, ob es Änderungsbedarf gebe. "Eine isolierte Verschärfung einzelner Vorschriften unter dem aktuellen Eindruck erscheint demgegenüber nicht sachgerecht", schreibt der GdP-Bundesvorstand.

    Reformbedarf sehe die GdP aber im Bereich der gerichtlichen Spezialisierung: Verfahren mit terroristischem oder extremistischem Hintergrund stellten besondere Anforderungen an die gerichtliche Gefährlichkeits- und Sozialprognose. Um Radikalisierungsverläufe, Gefährderbewertungen und die Erfolgsaussichten von Deradikalisierungsmaßnahmen zu beurteilen, brauche es besondere Fachkenntnisse. "Die GdP regt daher an, zu prüfen, ob für Staatsschutzverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende spezialisierte Jugendkammern bei den Landgerichten geschaffen oder direkt dem Oberlandesgericht zugewiesen werden sollten", heißt es in dem Papier.

    Auch im Terrorismusstrafrecht sieht die Gewerkschaft Änderungsbedarf. "Die GdP fordert die Wiedereinführung der Strafbarkeit propagandistischer Unterstützung terroristischer Vereinigungen", schreibt der Bundesvorstand in seinem Papier. "Hierzu soll das öffentliche Werben für terroristische Organisationen sowie das öffentliche Äußern von Sympathie für deren Ziele oder Taten wieder unter Strafe gestellt werden, um extremistischer Propaganda bereits im Vorfeld konkreter Unterstützungs- oder Vorbereitungshandlungen wirksam begegnen zu können", heißt es darin.

    Eine "pauschale Fußfessel- oder Präventivhaftpflicht für sämtliche als Gefährder eingestuften Personen" unterstütze die GdP nicht. Vielmehr brauche es "ein abgestuftes Maßnahmenkonzept, das sich an der konkreten Gefahrenlage des Einzelfalls orientiert". Die bereits vorhandenen gesetzlichen Regelungen dazu in Bund und Ländern seien bislang zu unterschiedlich ausgestaltet und müssten dringend harmonisiert werden.

    Die Polizeigewerkschaft weist zudem darauf hin, dass der "zivile Charakter der Polizei" gewahrt werden müsse. Terrorbekämpfung sei eine dauerhafte Kernaufgabe der Sicherheitsbehörden. Die Polizei müsse deshalb "personell, technisch und rechtlich so ausgestattet" sein, aktuellen Bedrohungslagen begegnen zu können. Gleichzeitig halte die GdP an ihrem "Leitbild einer bürgerorientierten Polizei" fest. "Die Fortentwicklung polizeilicher Befugnisse und Einsatzmittel darf nicht zu einer Militarisierung der Polizei führen", mahnt der GdP-Bundesvorstand.

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelInsa: FDP klettert auf fünf Prozent
    Nächster Artikel Russische Behörden: 3 Tote bei Explosion in Moskau
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Agrarminister verspricht Landwirten Unterstützung
    2 min
    Mieterbund sieht keine "Trendwende" auf Wohnungsmarkt
    1 min
    Grüne fordern stärkere Regulierung des Bahn-Fernverkehrs
    3 min
    Grüne fordern klare Zuständigkeiten bei Drohnenabwehr
    2 min
    BVB verpflichtet Joey Veerman
    2 min
    Hauseigentümerverband beklagt widersprüchliche Wohnungspolitik
    1 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomant Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Medizin+ stellt unabhängige Informationen zu den Themen Medizin und Gesundheit bereit. Wir folgen den Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin und erhalten keine Zahlungen von Pharmaunternehmen oder staatlichen Institutionen. Die bereitgestellten Informationen dürfen nicht für die Selbstdiagnose genutzt werden. Sie ersetzen nicht den Besuch beim Arzt.

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken