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SPD: Merkel soll Tauber zur Aufklärung der Mobbing-Vorwürfe bringen ▷ Nachrichten 26.09.2016

Angela Merkel

Angela Merkel (Archivbild: 360b | Shutterstock)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die SPD hat CDU-Chefin Angela Merkel aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Vorwurf des Mobbings durch CDU-Generalsekretär Peter Tauber aufgeklärt wird. Tauber soll angeblich im Jahr 2006 zusammen mit Parteifreunden versucht haben, die Kreisgeschäftsführerin in seinem hessischen Heimat-Landkreis Main-Kinzig mit widerrechtlichen Mitteln loszuwerden, berichtet die “Süddeutsche Zeitung” (Dienstagsausgabe). Das Papier, in dem mögliche Mobbing-Methoden gegen die Kreisgeschäftsführerin aufgelistet sind, trägt den Titel “Pflegehinweise für das Kaninchen”.

Tauber hatte Kenntnis vom Papier

Tauber hatte gegenüber der Zeitung eingeräumt, “wie viele andere vor Ort damals Kenntnis von dem Papier” gehabt zu haben. Er bestreitet aber, das Papier selbst geschrieben zu haben. Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und hessische Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte der SZ: “Das verharmlosend `Pflegehinweise für das Kaninchen` getaufte Szenario zum geplanten Rauswurf einer CDU-Kreisgeschäftsführerin ist ein regelrechtes Mobbing-Drehbuch, das nach allen bislang bekannten Informationen im Jahr 2006 von führenden Mitgliedern des CDU-Kreisverbandes verfasst wurde. Wenn der Adressat des Schreibens heute sagt, das Papier sei unter anderem von Peter Tauber verfasst worden, ist das ein schwer wiegender Vorwurf, der aufgeklärt werden muss.”

Tauber muss sich erklären

Sogar der ehemalige Kreisvorsitzende der CDU, frühere hessische Regierungssprecher und langjährige CDU-Abgeordnete Rolf Müller gehe davon aus, “dass Peter Tauber den perfiden Plan mit verfasst hat”, so Schäfer-Gümbel weiter. Angesichts dieser Vorwürfe dürfe sich Tauber “nicht hinter einem platten Dementi verstecken”. Er müsse sich “zu den unsäglichen Vorgängen in seinem Kreisverband erklären – und zwar schnell, umfassend und ehrlich”. Angela Merkel als Bundesvorsitzende der CDU sollte “das ihrem engsten Vertrauten in der Parteiführung möglichst schnell klar machen”.

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