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Onlinenarzismus

77 Prozent der Frauen googeln sich selbst

So selbstverliebt sind die Deutschen: Wir verraten, wer sich besonders häufig selbst googelt und in welche Richtung der Trend zeigt.

Ego-Googeln ist beliebt

Ego-Googeln ist beliebt (Foto: Jacob Lund | Shutterstock)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 74 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren geben ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine ein, um zu erfahren, ob es dazu Einträge gibt. Jeder Fünfte (20 Prozent) macht das sogar einmal im Monat oder häufiger. Dies ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Ego-Googeln ist Volkssport

„Der Trend zum Ego-Googeln zeigt, welche große Bedeutung das digitale Ich inzwischen hat“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Das „Ego-Googeln“ sei besonders verbreitet bei den 30- bis 49-Jährigen. 85 Prozent der Internetnutzer in dieser Altersgruppe haben bereits so nach ihrem Namen gesucht. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 82 Prozent fast genauso viele. Aber selbst drei von fünf Internetnutzern zwischen 50 und 64 Jahren (63 Prozent) haben sich bereits gegoogelt.

Ego-Googeln Statistik

Ego-Googeln Statistik (Grafik: Statista)

Frauen googlen ihren Ex

„Ego-Googeln“ ist bei Frauen etwas beliebter als bei Männern: Während 77 Prozent der weiblichen Internetnutzer ihren Namen bereits im Web gesucht haben, sind es 71 Prozent bei den Männern. Bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2008 hatte erst die Hälfte der Internetnutzer (50 Prozent) im Netz nach ihrem Namen gesucht, 2011 waren es bereits 69 Prozent.

Die Umfrage: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren im November 2015 befragt. Die Umfrage ist nach Angaben des Verbandes „repräsentativ“. Die Fragestellung lautete: „Wie häufig geben Sie Ihren eigenen Namen in eine Internet-Suchmaschine ein und schauen, ob es zu Ihrem Namen Einträge im Internet gibt?“

Okay, ein Teil der Abfragen zielt ganz sicher auf sinnvolles Reputationsmanagement ab. Aber eine solide Portion Hybris um die eigene Person ist ganz sicher auch dabei.

Die meisten Menschen würden sich vermutlich erschrecken, wie wenig sich das Netz für sie interessiert. Und das ist nur zum Teil selbst verschuldet. Das deutsche Gesellschafts-, Bildungs- und Wirtschaftssystem ist eben mehr darauf ausgerichtet, „williges Klickvieh“ zu schaffen als Impulsgeber und Produzenten.

Wenn wir alle uns mehr dafür interessieren würden, was wir selbst von uns halten und den einen oder anderen „Fick darauf geben“, was andere über uns schreiben, wäre das ein großer Schritt nach vorn.

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