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Betriebsärzte: Können pro Monat fünf Millionen Beschäftigte impfen

Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Impfspritze mit Impfstoff von Biontech, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Betriebsärzte in Deutschland sehen sich gut aufgestellt für eine Beteiligung an den Corona-Impfungen. Die bundesweit rund 12.000 Werksmediziner könnten „pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftigte impfen“, sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Im Unterschied zu Hausärzten, die sich auch um akute Krankheitsfälle kümmern müssen, seien Betriebsärzte vor allem mit Vorsorgeuntersuchungen befasst.

„Bis zu 80 Prozent dieser Untersuchungen lassen sich um einige Woche verschieben, um dem Impfen Vorrang zu geben“, sagte die Vizepräsidentin des Verbands. Zugleich plädierte Wahl-Wachendorf dafür, sich bei künftigen Corona-Schutzimpfungen in den Unternehmen an der derzeitigen Impfreihenfolge zu orientieren. Auch bei Impfungen in den Betrieben „sollte darauf geachtet werden, dass eine gewisse Priorisierung erhalten bleibt“. Die Medizinerin sagte, wer im Berufsalltag viele Kontakte habe, „etwa weil er mit Kunden zu tun hat oder im Außendienst ist, sollte bevorzugt geimpft werden“. Darauf sollten die Unternehmen achten. Zugleich sprach sich die Vizepräsidentin des Verbands dagegen aus, „dass der Chef beim Impfen als erster an der Reihe ist, wenn er ständig im Homeoffice sitzt“. Vielmehr sollten diejenigen Vorrang haben, die in ihrem Berufsalltag das höchste Ansteckungsrisiko hätten, so Wahl-Wachendorf.

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