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Brüderle sieht Staatshilfe für Schlecker skeptisch

Rainer Brüderle (Archivfoto: Bundestag / Thomas Trutschel / photothek.net)

Rainer Brüderle (Archivfoto: Bundestag / Thomas Trutschel / photothek.net)

Rainer Brüderle hat Staatshilfen für die insolvente Drogeriekette Schlecker eine Absage erteilt. Der FDP-Politiker hält den Staat nicht für den besseren Unternehmer.

Berlin – FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht Staatsbürgschaften der Länder für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker skeptisch. „Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Er kann und darf in einer Sozialen Marktwirtschaft Fehler von Unternehmen nur in wirklichen Ausnahmefällen korrigieren“, sagte Brüderle dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Der FDP-Politiker äußerte aber „Verständnis für die Sorgen und Ängste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie waren bis zum Schluss mit Engagement dabei“. Brüderle forderte die Jobcenter und die Branchenwettbewerber auf, die von der Kündigung betroffenen Arbeitnehmer aufzufangen.

Drogeriemarkt expandiert

„Es mag die Betroffenen ermutigen, dass der Einzelhandel und insbesondere der Drogeriemarkt expandieren und offene Stellen mit den Fachkräften schnell besetzt werden können“, sagte Brüderle. Der Umgang des Unternehmens mit seinen Beschäftigten in der Vergangenheit habe vielleicht zu der jetzigen Situation beigetragen. [dts Nachrichtenagentur]

Das schreiben Andere zu Schlecker

  • Jenapolis: Landesregierung stimmt Schlecker-Hilfe unter Auflagen zu
  • INSM Blog: Schlecker ist pleite und das ist gut so
  • Claudia Klinger: Schlecker-Pleite: Warum Sonderkonditionen bei Massenentlassungen?
Sebastian Fiebiger

Ohje! Bitte keine Staatshilfen für diesen Laden. Das „Geschäftsmodell Schlecker“ ist keines, das man konservieren sollte. Je eher die Kette vom Markt verschwindet, desto schneller entstehen neue Arbeitsplätze bei den Konkurrenten.

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