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Caritas will Aufhebung von Sanktionen gegen Venezuela

Venezuela, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Venezuela, über dts Nachrichtenagentur

Freiburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Leiter von Caritas International, Oliver Müller, hält es unter humanitären Gesichtspunkten für notwendig, die Sanktionen gegen Venezuela aufzuheben. Zudem sei es „dringend geboten, dass die USA klarmachen, dass eine militärische Intervention nicht auf der Tagesordnung steht. Und dann muss man letztlich auf politische Verhandlungen setzen, damit sich die Situation doch irgendwann verbessert“, sagte Müller am Donnerstag dem Deutschlandfunk.

Es sei ja ein „potenziell reiches“ Land. „Es besteht für mich aber auch kein Zweifel daran, dass die Sanktionen die Situation noch mal wesentlich verschärft haben“, so der Leiter von Caritas International. Es gebe eine „unabhängige Studie, die von bis zu 40.000 Toten im Zuge der Sanktionen ausgeht“. Dies sei schwer nachzuvollziehen, werde aber im täglichen Leben sichtbar. „Es gibt eine große Mangelernährung“, so Müller weiter. Die Caritas Venezuela habe selbst Untersuchungen durchgeführt und festgestellt, „dass von den Kindern unter fünf Jahren, mit denen sie in ihren Programmen in Kontakt steht, nur 31 Prozent einen guten Ernährungszustand hatten“. Beim Rest seien schon Merkmale der Unterernährung festgestellt worden. Dennoch müsse man klar sagen, „dass die Sanktionen nicht ursächlich für die jetzige Krise sind. Das ist das Missmanagement, das ist die Korruption, die in der Regierung Venezuelas seit vielen Jahren herrscht“, sagte Müller dem Deutschlandfunk. Nach der umstrittenen Wiederwahl von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro im Mai 2018 hatten die USA ihre Sanktionen gegen Venezuela verschärft. Darunter leidet besonders die Ölindustrie als wichtigste Einnahmequelle des Landes.

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