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DIW-Präsident will weitere sozialpolitische Hilfsmaßnahmen

Schlange stehen vor Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Schlange stehen vor Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat nach den Koalitionsbeschlüssen von Mittwochabend weitere sozialpolitische Hilfsmaßnahmen in der Coronakrise gefordert. „Dies wird bei Weitem noch nicht das letzte Hilfsprogramm in der Pandemie gewesen sein. Vor allem Soloselbstständige und Minijobber brauchen mehr Unterstützung“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe).

„Ein temporärer Zugang zum Kurzarbeitergeld für beide Gruppen wäre notwendig, um ihre Situation zu stabilisieren“, so der DIW-Präsident. „Die neuen Corona-Hilfen haben einen längst überfälligen, stärkeren Fokus auf die Schwächsten und von der Pandemie am stärksten betroffenen Menschen geworfen.“ Der einmalige Corona-Zuschuss für Empfänger der Grundsicherung sei wichtig, um sie etwa beim Kauf von FFP2-Masken zu unterstützen. Den größten Teil des Kinderbonus von 300 Euro im Jahr 2020 hätten Eltern für ihre Kinder ausgegeben. „Auch deshalb ist ein weiterer Kinderbonus in diesem Jahr sinnvoll und eine, wenn auch nur kleine Anerkennung der riesigen Herausforderungen, die Familien im Umgang mit Kita- und Schulschließung bewältigen müssen“, sagte Fratzscher.

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