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Forsa: Union sinkt kräftig in der Wählergunst

Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Armin Laschet, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Nach den Diskussionen über die „Maskenaffäre“ und im Umfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verliert die Union im Bund erheblich an Zustimmung. Die CDU/CSU sinkt um vier Prozentpunkte auf 29 Prozent, ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das RTL/n-tv-„Trendbaromter“. Auf diesem Umfrage-Niveau stand die Union zum letzten Mal im Winter 2020, vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Von der Schwäche der Union profitieren die Grünen, die sich um drei Prozentpunkte verbessern können (auf 21 Prozent). Der SPD nützen die Unions-Verluste eben so wenig wie FDP, Linke und AfD: Deren Werte bleiben gegenüber der Vorwoche unverändert. Lediglich die sonstigen kleineren Parteien können um einen Prozentpunkt zulegen. Wenn jetzt bereits der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien demnach mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 29 Prozent, SPD 16 Prozent, FDP acht Prozent, Grüne 21 Prozent, Linke acht Prozent, AfD zehn Prozent. Acht Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent). Die Schwächephase der Union zeigt sich auch in ihrem Kompetenzwert. 27 Prozent würden derzeit der CDU/CSU noch zutrauen, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – das ist ein Verlust um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Dennoch rangiert die Union weiterhin mit großem Abstand vor allen anderen: SPD und Grünen würden je sieben Prozent politische Kompetenz zubilligen. Acht Prozent setzen ihr Vertrauen in eine der anderen Parteien, 51 Prozent in gar keine Partei. Ein neuer Bundestag käme derzeit auf 728 Abgeordnete. Die Mandatsverteilung: CDU/CSU 232, Grüne 165, SPD 126, FDP 63, Linke 63 und AfD 79 Abgeordnete. Die Grünen könnten gegenüber der Bundestagswahl 2017 mit 98 zusätzlichen Parlamentariern rechnen, alle anderen Parteien würden Mandate verlieren. Für eine regierungsfähige Mehrheit würde man in dem neuen Parlament 365 Mandate benötigen. Mit zusammen 397 Mandaten könnte lediglich Schwarz-Grün momentan eine Regierung bilden. Union und SPD kämen gemeinsam auf 358 Mandate, Grün-Rot-Rot sowie eine Ampel-Koalition (Grün-Rot-Gelb) hätten zusammen jeweils 354 Abgeordnete, sie wären demnach nicht regierungsfähig. In der Kanzlerfrage haben beide denkbaren Unions-Kandidaten gegenüber der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt eingebüßt. Allerdings erzielt Markus Söder nach wie vor den höchsten Wert. Wenn die Bundesbürger ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 36 Prozent für einen Kanzlerkandidaten Söder entscheiden – sein möglicher Konkurrent Robert Habeck käme auf 20 Prozent (plus zwei Prozentpunkte), SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf 15 Prozent (unverändert). Würde die Union Armin Laschet als Kanzlerkandidat aufstellen, käme er derzeit auf 21 Prozent und läge damit einen Prozentpunkt hinter Habeck sowie einen Prozentpunkt vor Scholz. Habeck könnte gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt zulegen, der Wert für Scholz bleibt unverändert. Die Anhänger der CDU/CSU würden derzeit Söder den Vorzug geben vor Laschet: 73 Prozent der Unions-Anhänger würden sich für den CSU-Chef entscheiden, 47 Prozent für den CDU-Vorsitzenden. 49 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern würden für Söder, 25 Prozent für Laschet stimmen. In Nordrhein-Westfalen wären 37 Prozent für Söder und 30 Prozent für Laschet. Für die Erhebung zu Partei- und Kanzlerpräferenzen sowie politischer Kompetenz befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 9. bis 15. März 2021 insgesamt 2.501 Personen.

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