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Ifo-Studie: Mehrwertsteuersenkung kaum effektiv

Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer hat nur einen vergleichsweise geringen Effekt auf das Wirtschaftswachstum gehabt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse des Ifo-Instituts, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet. „Ziel der Senkung der Mehrwertsteuer war es, die Konjunktur durch Belebung des Binnenkonsums zu stabilisieren“, sagte Andreas Peichl, einer der Studienautoren, der Zeitung.

„Unsere Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass dieses Ziel nicht wie erhofft erreicht worden ist.“ Auf Grundlage einer Umfrage schätzt das Ifo-Institut den gesamtwirtschaftlichen Konsumeffekt auf 6,3 Milliarden Euro, wie es in der Studie heißt. In Relation zu den privaten Konsumausgaben 2019 entspreche dies einem relativen Anstieg des Binnenkonsums, der direkt auf die Mehrwertsteuersenkung zurückzuführen ist, von 0,6 Prozent. Kosten und Nutzen der Maßnahme seien damit in einem eher ungünstigen Verhältnis, sagte Ifo-Experte Peichl. Schließlich ist der Konsumanreiz für den Staat mit 20 Milliarden Euro die teuerste Maßnahme im Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer galt seit Jahresmitte und läuft Ende 2020 aus. Das Ifo-Institut ließ im Oktober und November Haushalte zu ihren Konsumabsichten befragen. Dabei gaben lediglich zwei Prozent der Befragten an, dass sie zwischen Juni und Oktober eine größere Anschaffung tätigten, auf die sie ohne Mehrwertsteuersenkung verzichtet hätten. Weitere zwölf Prozent antworten, dass sie noch im Jahr 2020 eine größere Anschaffung planen, die sie ohne den staatlichen Konsumanreiz nicht tätigen würden. Unter den Anschaffungen dominierten mit 43 Prozent vor allem Elektrogeräte wie Fernseher, Computer und Mobiltelefone. Danach folgten Ausgaben für größere Bau- und Renovierungstätigkeiten (39 Prozent) sowie der Kauf von Möbeln (32 Prozent). Die Ifo-Forscher haben die Ausgaben der Befragten auf alle Haushalte in Deutschland hochgerechnet und kamen so auf die Schätzung von 6,3 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“.

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