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Kassenärzte: Geimpfte sollen ihre Grundrechte zurückbekommen

Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Impfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Bund und Länder vor dem Impfgipfel aufgerufen, Geimpften die normalen Freiheiten wieder einzuräumen. „Jemandem, der geimpft, ist, seine Grundreche weiter zu entziehen, halte ich rechtlich für sehr schwierig und medizinisch für kaum begründbar. Spätestens wenn die Herdenimmunität erreicht ist, können alle Maßnahmen, das sieht auch Professor Wieler vom RKI wohl so, entfallen“, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen der „Rheinischen Post“.

„Eine Inzidenz von Null werden wir wohl nie erreichen, das klappt bisher nirgendwo auf der Welt. Man bekommt das Virus aber in den Griff, aber nicht so einfach ausgerottet. Deswegen müssen wir zügig impfen, es darf keine Dosis liegen bleiben, wir müssen den durch die mangelnde EU-Impfstoffbestellung verlorenen Boden wieder gutmachen.“ Gassen spricht sich für eine schnelle Aufhebung der Impfpriorisierung aus. „So wichtig diese zu Beginn war, so wichtig ist es jetzt, die Breite der Bevölkerung sehr schnell zu impfen. Herdenimmunität bekommen wir nur, wenn wir nicht nur Alte und Hochbetagte impfen, sondern vor allem die Menschen mit vielen Kontakten“, sagte Gassen der „Rheinischen Post“. „Um einen Effekt wie in Israel, den USA oder dem Vereinigten Königreich zu erreichen, muss mehrheitlich die arbeitende Bevölkerung mit ihren Angehörigen geimpft werden. Dafür muss die Priorisierung fallen.“ Einen exakten Zeitpunkt zu benennen, hält Gassen allerdings aufgrund der Impfstofflieferungen für schwierig. „Natürlich wird nicht jeder bis Juni ein Impfangebot erhalten können, allein aus organisatorischen Zwängen. Aber die Kollegen sollten möglichst schnell mehr Beinfreiheit und Rechtssicherheit beim Impfen bekommen“, sagte Gassen. „Jeder Geimpfte ist ein Gewinn für die Gesellschaft. Viele Rückschläge können wir uns in der Bekämpfung der Pandemie auch nicht mehr leisten, die Bevölkerung ist mental ziemlich am Ende. In den Arztpraxen spielen sich teils dramatische Szenen ab“, so der Mediziner.

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