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Sachsens Ministerpräsident warnt vor Kollaps des Gesundheitssystems

Notfallaufnahme, über dts Nachrichtenagentur

Foto: Notfallaufnahme, über dts Nachrichtenagentur

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) warnt vor einer baldigen Überlastung der Krankenhäuser.

Lesezeit: 2 Minuten

Dresden (dts Nachrichtenagentur) – „Der Blick in jedes andere Nachbarland Deutschlands zeigt, was passieren wird: Wir werden Zahlen bekommen von 500, 600, 700 Inzidenz, wenn wir es nicht anhalten“, sagte Kretschmer in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. „Das geht nicht, das schafft kein Gesundheitssystem der Welt, auch nicht das Beste, was es gibt, hier in Deutschland.“

Ermüdungserscheinungen

Ein zu großer Teil der Bürger halte sich nicht mehr an die Corona-Maßnahmen. Das könne verschiedene Ursachen haben: die Ermüdung nach zwölf Monaten Pandemie, das politische Hin und Her, nicht ausgezahlte Wirtschaftshilfen. „Aber unterm Strich bleibt: Zu viele machen Kompromisse, zu viele gehen ihren eigenen Weg. Und das sieht man unmittelbar im Infektionsgeschehen.“ Er forderte, die Eigenverantwortung einzufordern. „Wir müssen deutlich machen, die Krankenhäusern füllen sich immer mehr. Das ist ein Weg, der muss schiefgehen.“

Es gelte, einen harten Shutdown abzuwenden. Der Ministerpräsident warnte zudem vor zu viel Sorglosigkeit an Ostern. Schon nach Weihnachten habe man mit einem Puffer von etwa zehn Tagen die negativen Effekte der Feiertage bei den Infiziertenzahlen gesehen. „Unsere größte Sorge ist, dass Ostern auf dieses sehr hohe Infektionsgeschehen jetzt noch oben draufkommt.“ Kretschmer stellte sich hinter die Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Ministerpräsidenten, konsequenter gegen das Virus vorzugehen und die Notbremse einzuhalten.

„Natürlich müssen die Bundesländer mitmachen. Das ist doch überhaupt keine Frage. Es ist jetzt nicht die Zeit für Öffnungen.“ Es sei stattdessen notwendig, so lange durchzuhalten, bis genügend Impfstoff da sei und so viele Menschen geimpft seien, dass Lockerungen möglich würden. „Das wird Ende Mai der Fall sein, aber eben nicht jetzt.“

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