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Töpfer warnt vor Parteienstreit bei der Energiewende

Photovoltaik-Anlage

Photovoltaik-Anlage (Foto: wedmov | Bigstock)

In diesem Artikel: Klaus Töpfer drängt darauf, die Energiewende weiterhin als parteiübergreifendes Projekt zu betrachten. Bei der Kürzung der Solarförderung ruft er zu mehr „Augenmaß“ auf. In Japan sieht er wachsenden Widerstand gegen die Atomenergie.

Lesezeit: 2 Minuten

Berlin – Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer hat zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima vor einem Parteienstreit über die Energiewende gewarnt. „Es macht mir aber Sorge, dass die Energiewende, die bisher als Gemeinschaftswerk betrachtet wurde, durch diesen Streit über die richtige Förderung der Solarenergie wieder in alte parteipolitische Gräben zurückfällt“, erklärte der frühere Direktor des UN-Umweltprogramms im Interview mit der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Dies sei schlecht für die Energiewende insgesamt. Der 73-Jährige leitete die nach Fukushima von der Bundesregierung berufene Ethikkommission zur Energiewende.

Mehr Augenmaß bei Kürzung der Solarförderung

Töpfer mahnte einen stärkeren Einsatz für erneuerbare Energien an. Bei den geplanten Kürzungen im Bereich der Solarförderung sei „zu weit geschossen worden“. Töpfer plädierte für mehr „Augenmaß“ beim Abbau der Förderung. „Die entscheidende Frage im Moment ist: Um wie viel und wie schnell führt man die Förderung zurück? Die zweite Frage lautet: Kann man das mit so kurzen Übergangsfristen machen?“ Im Blick auf den Atomausstieg kommt Deutschland nach Ansicht des Umweltexperten eine weltweite Vorreiterrolle zu. „Die Japaner sind massiv daran interessiert, zu erfahren, wie der Ausstieg in Deutschland läuft“, sagte Töpfer.

52 von 54 japanischen Atomkraftwerken sind offline

Von den 54 japanischen Kernkraftwerken würden gegenwärtig nur noch zwei betrieben. Die Skepsis gegenüber Atomkraft habe in dem Land stark zugenommen. Im Vergleich zu Japan verfügt Deutschland nach Angaben Töpfers bei der Energiewende über einen Zeitvorsprung von 25 Jahren. „Deutschland hingegen hat die vergangenen 25 Jahre genutzt, um mit viel Geld die erneuerbaren Energien so weit zu bringen, dass sie heute in der Stromversorgung ungefähr 20 Prozent ausmachen“, erklärte er. Japan hingegen hätte bis jetzt keine Alternativen entwickelt und könne nur auf fossile Energieträger umsteigen. [dts Nachrichtenagentur]

Sebastian Fiebiger
Redaktion

Ich hoffe sehr, dass Fukushima in den Medien und im Bewusstsein bleibt, damit die Atomausstieg weiter vorangetrieben wird.

Deutschland ist technologischer Weltmarktführer bei regenerativen Energien. Diese Position müssen wir halten und weiter ausbauen. Deutschlands Chance als ressourcenarmes Land liegt in der Erforschung und Entwicklung neuer Energietechnologien.

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