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Pro & Kontra
Wie gefährlich ist der Islam für Deutschland?

Wir haben die aktuellen Positionen aus Politik und Bevölkerung gesammelt und stellen Pro und Kontra gegenüber.

Muslime beim Beten

Muslime beim Beten (Archivbild: Zurijeta | Shutterstock)

Verfassungsschutzpräsident: Viele Moscheen sind salafistisch geprägt

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, warnt vor der wachsenden Zahl nicht-moderater arabischsprachiger Moscheen in Deutschland: „Viele Häuser sind fundamentalistisch geprägt oder aufgrund ihrer salafistischen Ausrichtung gar Beobachtungsobjekt der Verfassungsschutzbehörden“, sagte Maaßen der „Welt am Sonntag“. Der Bau von Moscheen werde zum Teil durch private Spenden aus Saudi-Arabien gefördert. Zugleich verwies Maaßen auf die Notwendigkeit, neue Moscheen zu errichten.

Vor allem bei den jungen Flüchtlingen sehe er einen „immensen Bedarf“, in eine religiöse Umgebung zu gelangen, die verfassungskonform sei. „Der Bau einer Moschee gehört zum Grundrecht auf freie Religionsausübung“, sagte Maaßen. Für Proteste gegen den Bau einer Moschee habe er kein Verständnis. „Aber Fakt ist, dass Menschen diese Sorgen haben“, sagte Maaßen. Es sei Aufgabe von Politik und Gesellschaft für eine funktionierende moderate Moscheenlandschaft zu sorgen, damit solche Sorgen nicht begründet seien.

Union warnt vor Islamisten-Ghettos in Deutschland

Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU) warnt vor der Bildung von islamistischen Gettos in Deutschland. Es müsse „vermieden werden, dass es in den Großstädten zu Gettobildungen kommt. Dort können Radikalisierungen durch persönliche Kontakte stattfinden“, sagte Mayer der „Welt“.

„Die aktuellen Ereignisse im Brüsseler Ortsteil Molenbeek zeigen diese Gefahr sehr deutlich.“ Die Brüsseler Gemeinde Molenbeek ist als Islamistenhochburg bekannt. Dort war auch Salah Abdeslam gefasst worden; der Terrorist der Miliz „Islamischer Staat“ (IS) wird für die Pariser Anschläge vom 13. November mit verantwortlich gemacht. Abdeslam stand laut den bisherigen Ermittlungen auch in Kontakt zu Mitgliedern der Terrorzelle, die die Anschläge in Brüssel am Dienstag verübten. Mit Blick auf die Lage in Deutschland forderte Mayer, dass das „unmittelbare soziale Umfeld“ – etwa Familien, Freunde, Mitschüler und Kollegen – nicht wegsehen dürfe, „wenn sich Muslime radikalisieren“. Sollten eigene Versuche der Einflussnahme keinen Erfolg haben, „ist den Personen aus dem persönlichen Umfeld dringend zu raten, mit den Organisationen zusammenzuarbeiten, die professionell das Ziel verfolgen, Radikalisierungstendenzen entgegenzutreten“. Der CSU-Politiker betonte, dass „frühzeitiges Handeln“ einsetzen müsse, „bevor Sicherheitsbehörden eingreifen“.

Gauland: Integration des Islam unmöglich

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der AfD, Alexander Gauland, ist die Integration des Islam in die westliche Gesellschaft unmöglich: „Ich glaube einfach, dass der Islam in seiner heutigen Form nicht integrierbar ist in eine westliche Gesellschaft, viele Einzelne schon, der Islam nicht“, so Gauland der Wochenzeitung „Die Zeit“. Zur Europapolitik seiner Partei erklärte er: „Wir wollen ja nicht aus der EU raus, sondern aus dem Euro, weil der wirtschaftlicher Blödsinn ist. Die EU als Ordnungsfaktor wollen wir beibehalten.“

Von Storch: Islam ist die größte Bedrohung für Demokratie und Freiheit

Trotz massiver Kritik fast aller Parteien am Anti-Islam-Kurs der Partei hält die AfD-Spitze an ihrer Position fest: „Die größte Bedrohung für Demokratie und Freiheit geht heute vom politischen Islam aus“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Führende Politiker der AfD machen derzeit Front gegen den Islam und wollen den Anti-Islam-Kurs auf ihrem Parteitag in zwei Wochen in Stuttgart in ihrem ersten Parteiprogramm festschreiben. Von Storch sagte zur Begründung: „Auch antisemitische Übergriffe haben heutzutage überwiegend islamistischen Hintergrund.“

Islamwissenschaftler: AfD-Rhetorik ist Salafisten sehr ähnlich

In der Islam-Debatte hat der Islamwissenschaftler Bülent Ucar die AfD mit den radikalen Salafisten verglichen. „Die Rhetorik bestimmter AfD-Politiker wie auch der Salafisten in Deutschland ist sehr ähnlich, ja identisch“, sagte der Leiter des Instituts für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zur Begründung sagte der Professor: „Beide gehen davon aus, dass der Islam nicht demokratietauglich ist.“

Salafisten haben in Deutschland nur wenig Unterstützung

Bei diesen Gruppierungen handle es sich aber um Minderheiten. So hätten die Salafisten in Deutschland nur wenig Unterstützung: „Die Mehrheit der Muslime ist nicht so.“ Ucar verteidigte die Muslime in Deutschland mit Bezug auf empirische Studien: „Die deutschen Muslime sind in ihrer überwältigenden Mehrheit gesetzestreue, konstruktiv denkende und handelnde Bürger dieses Landes.“ Weltweit würden Muslime heutzutage „Opfer von aggressiven, menschenverachtenden Gräueltaten extremistischer Gruppierungen“ wie etwa der Taliban oder von Al-Kaida, die im Namen des Islam Gewalttaten begingen.

Lucke kritisiert Islam-Positionen der AfD

Der frühere AfD-Vorsitzende Bernd Lucke hat sich in die Debatte über den Anti-Islam-Kurs der Partei eingeschaltet und den Kurs den eingeschlagenen Kurs scharf kritisiert. „Mit populistischen Forderungen wie Minarettverboten oder islamischen Gottesdiensten nur in deutscher Sprache fördern wir nur die Radikalisierung von Muslimen“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe). „Sie würden sich als Bürger zweiter Klasse vorkommen“, fügte Lucke hinzu, der heute Vorsitzender der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) ist.

Lucke nimmt damit Bezug auf den Leitantrag des AfD-Bundesvorstands für ein Grundsatzprogramm, das sich für ein Minarettverbot in Deutschland ausspricht und auch den Muezzinruf ablehnt. Die Landtagsfraktion der Thüringer AfD hatte auf einer Klausurtagung zudem die Forderung beschlossen, Imame sollten in deutscher Sprache predigen. Es gebe viele Auslandsgemeinden, die Gottesdienst in der Sprache feiern, die die Besucher am besten verstünden, sagte Lucke. „Wer das verbietet, wird nicht verhindern, dass man sich in Privaträumen zu Gottesdiensten trifft und dort in der eigenen Sprache den Gottesdienst begeht“, fügte er hinzu.

Islamrats-Vorsitzender: Islam ist selbstverständlich mit Grundgesetz vereinbar

Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, hat die Aussage der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch zurückgewiesen, wonach der Islam eine politische Ideologie sei, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei: „Diese ganzen Diskussionen, die hatten wir schon vor 15, 20 Jahren in Deutschland, und ich glaube, dass gute Politiker auch einen Schritt weitergekommen sind und genau wissen, dass der Islam selbstverständlich mit dem Grundgesetz vereinbar ist“, sagte Kesici im „Deutschlandfunk“. Die AfD spiele mit den Ängsten der Menschen, sagte der Islamrats-Vorsitzende. „Wir haben im letzten Jahr die Flüchtlingswelle gehabt, wir haben große Arbeitslosigkeit, wir haben andere Probleme, und ich glaube, dass man jetzt auch mit dem Islam versucht, zu punkten und ein neues Wählerklientel zu bekommen.“

Viele Moscheen wirkten jedoch positiv in die Gemeinschaft hinein und förderten die Integration von Muslimen, so Kesici. Auf ihrem Parteitag in zwei Wochen in Stuttgart will die AfD ihren Anti-Islam-Kurs in ihrem ersten Parteiprogramm beschließen. Dabei soll es auch darum gehen, Symbole des Islams aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

SPD und CDU kritisieren Islam-Positionen der AfD heftig

Mit heftiger Kritik haben Union und SPD auf die Verschärfung des islamkritischen Kurses der AfD reagiert: „Die AfD radikalisiert sich immer mehr. Ihre Positionen zum Islam zeugen von extremistischem Denken, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“, sagte Franz Josef Jung, Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, der „Welt“. Damit reagierte Jung darauf, dass die AfD-Bundesvize Beatrix von Storch am Wochenende den Islam als „mit dem Grundgesetz nicht vereinbar“ bezeichnet und Alexander Gauland, der ebenfalls AfD-Parteivize ist, die Existenz eines reformbereiten „Euro-Islam“ bestritten hatte.

Jung: AfD diffamiert pauschal einen ganzen Glauben

Damit, so der CDU-Politiker Jung, diffamiere die AfD „pauschal einen ganzen Glauben“. Der AfD gehe es „nicht darum, die Gefahren des islamistischen Fundamentalismus zu bekämpfen“. Vielmehr versuche sie, „den Glauben von Millionen Menschen in Misskredit zu bringen“, sagte Jung. Nach Ansicht der SPD-Beauftragten für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kerstin Griese, schürt die AfD „auf hochgefährliche Weise haltlose Vorurteile“. „Selbstverständlich gibt es einen Islam, der sich ans Grundgesetz hält“, so Griese. Praktiziert werde dieser von „weit mehr als 90 Prozent der hier lebenden Muslime“. Man dürfe nicht aus der Existenz „von einigen extremistischen Gruppen auf eine ganze Religion schließen“. Die von der AfD geforderten Einschränkungen muslimischer Religionspraxis hält Griese für verfassungswidrig: „Die Glaubensfreiheit ist Bestandteil des Grundgesetzes“, sagte Griese.

Mehrheit der Deutschen sieht Zusammenhang zwischen Islam und Terror

Knapp zwei Drittel der Deutschen (61,8 Prozent) sehen eine direkte Verbindung zwischen den jüngsten Terroranschlägen und dem Islam. Das ergab eine INSA-Umfrage im Auftrag von „Bild“ (Mittwoch). Die Mehrheit der Deutschen (63,9 Prozent) glaubt zudem nicht, dass die Sicherheitsbehörden Europa vor weiteren Terroranschlägen schützen können. Mehr als 60 Prozent sind gleichwohl der Meinung, dass sich Deutschland am Kampf gegen die Terrororganisation ISIS beteiligen sollte – Rund 20 Prozent würden sich lieber aus diesem Kampf heraushalten.

EKD-Ratsvorsitzender: Terror ist Gotteslästerung

Nach den Brüsseler Anschlägen sieht der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Islam großen Bedarf an Selbstkritik. „Besonders viel Anlass zur kritischen und selbstkritischen Betrachtung gibt derzeit der Islam, weil von der Berufung auf ihn sehr viel Gewalt ausgeht“, sagte der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche in Deutschland im Interview mit der „Welt“. Jede Religion müsse sich derzeit allerdings „selbstkritisch mit den Heiligen Schriften auseinandersetzen“.

Dies gelte auch für das Christentum, das „mancher aggressiv zu nutzen“ versuche. Doch hätten „Terror und Gewalt, auch wenn sie noch so sehr mit Religion legitimiert werden, überhaupt nichts mit dem Willen Gottes zu tun“, sagte Bedford-Strohm. Es mache ihn „zornig, wenn sich Terroristen auf Gott berufen“. Terrorismus im Namen der Religion sei „Gotteslästerung“.

CSU fordert Islam-Gesetz

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat ein deutsches „Islam-Gesetz“ gefordert, das die Praxis der Finanzierung von Moscheen und Imamen aus dem Ausland beendet: „Wir müssen uns stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinandersetzen, denn er hintertreibt, dass sich Menschen bei uns integrieren. Dazu brauchen wir ein Islam-Gesetz“, sagte Scheuer im Interview mit der „Welt“. Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, müsse beendet werden.

„Alle Imame müssen in Deutschland ausgebildet sein und unsere Grundwerte teilen“, ist der CSU-Politiker überzeugt. Es könne nicht sein, dass andere zum Teil extreme Wertvorstellungen aus dem Ausland importiert würden. Zudem müsse Deutsch die Sprache der Moscheen werden. „Das aufgeklärte Europa muss seinen eigenen Islam kultivieren. Da stehen wir noch am Anfang unserer Bemühungen. Wir müssen da nun endlich durchstarten.“

Kommentar:

Ich sehe den Islam – wie alle Religionen – kritisch. Der Satz Angela Merkels „Der Islam gehört zu Deutschland.“ war in meinen Augen einer der wenigen Fehler ihrer Regierungszeit. Ich hätte mir ein „Die Muslime gehören zu Deutschland.“ gewünscht.

Der Islam ist keine Religion wie jede andere

Der Islam – das wird leider allzu oft verkannt – ist eben nicht eine „Religion wie jede andere“. Er verknüpft untrennbar Religion und Staatswesen. Für einen großen Teil der gläubigen Muslime – das belegen unzählige Studien – steht das Gesetz Gottes über denen der weltlichen Gesellschaft. Das wird insbesondere dann zum Problem, wenn fortschrittliche Gesellschaften auf den in weiten Teilen fundamentalistischen Islam treffen. Unser Grundgesetz kollidiert ganz erheblich mit den Wert- und Moralvorstellungen des Islam. Die vom Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit kann daher nur für den spirituellen Teil des Islams, nicht aber für dessen menschenverachtende politische Ideologie gelten.

Kann sich der Islam reformieren?

Wenn der Islam hier in Deutschland stattfinden will, wird er sich reformieren müssen. Nicht nur in medienwirksamen Lippenbekenntnissen muslimischer Organisationen, sondern an der Basis. Das beinhaltet auch das aktive Bekämpfen fundamentalistischer Tendenzen. Davon ist im Moment nichts zu sehen.

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mit Material der DTS Nachrichtenagentur

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Kommentare:
  • Alex

    Man muss sich nur alle Länder dieser Welt angucken, in denen Islam Anhänger eine Mehrheit bilden. Wie ist es da mit den Freiheiten religiöser Minderheiten?

    Desto mehr der Islam sich in einem Land ausbreiten um so mehr fordert er, sich dem anzupassen und sich zu unterwerfen.
    Und das wird auch hier in Deutschland oder Europa nicht anders sein, wenn es so weitergeht.
    Angefangen bei Gebetsräumen und Sonderregelungen an Schulen.

  • Joker

    1. „Integrieren“ ist etwas für Mathematiker — kein Politiker der Altparteien hat einen wirklichen Hochschulabschluß… und sprechen ständig von „Integrieren“… ich glaube nicht das die Altpolitiker überhaupt wissen was „Integrieren “ wirklich ist!
    2. Die Islamisten „sehen“ sich „permanent“ und „ständig“ in der Opferrolle — doppelzüngig und verlogen! So sehe ich den Islam.
    3. Der Islam (aber auch andere Religjionen) sehen sich als die „Besseren“ Politiker… und meine Menung dazu. ; siehe 2.)
    4. Es gibt in fast jeder großen deutschen Stadt „Parallelgeselschaften“ und islamische Clans die auf das deutsche Recht „pfeiffen“ um es ganz vorsichtig zu sagen…
    5. Die AfD (sonst keiner) spricht diese Problem offen an und es werden die AfD Leute und Anhänger als „Nazis“ beschimpft?!?!
    6. Wenn heute 03/2020 jemand die wirklichen Probleme anspricht /Altersarmut, Kinderarmut, Kriminalität, Drogen, (islamische) Clans anspricht wird er „verpönnt“. Das ist nicht besser als vor 80 Jahren in Deutschland als anderes denkende durch die „Antifa“ verfolgt werden und mit dem Todschlag „Mundtot“ gemacht werden sollen….

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