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    Sternschnuppen - Wie sie entstehen und wann man sie sehen kann » Wissen

    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger28.09.13↻ 02.10.25

    Die wohl schönste Erscheinung am Firmament: Sternschnuppen

    Foto: Long Tran The | iStockphoto | Thinkstock
    Foto: Long Tran The | iStockphoto | Thinkstock

    „Schnell, wünsch dir was!“ – wer hat diesen Ausspruch noch nicht gehört, nachdem er mit anderen eine Sternschnuppe gesehen hat? Dass der Wunsch anschließend nicht in Erfüllung ging, lag meistens daran, dass man ihn ausgeplaudert hat und damit gegen die wichtigste Regel verstieß: Sternschnuppen-Wünsche verrät man nicht!

    Wie entstehen Sternschnuppen?

    Wie aber kommt es zu Streiflichtern am nächtlichen Himmel?

    Ganz unspektakulär: Es ist exterrestrischer Bauschutt. Wer meint, das All wäre ein tatsächlich leerer Raum, in dem nicht einmal Luft existiert, irrt sich gewaltig. Abermilliarden verschiedengroßer Gesteinsbrocken bewegen sich, angetrieben von den Gravitationsfeldern der Planeten und Sterne, durch den Kosmos.

    Am bekanntesten sind die stattlichen Asteroiden, die ab einer gewissen Größe sogar die Sicherheit unseres Heimatplaneten gefährden können. Ihre Wirkung kann man in klaren Nächten mit dem bloßen Auge am Mond mit seinen charakteristischen, durch Asteroideneinschläge entstandenen Kratern erkennen.

    Da nicht nur der Mond, sondern auch andere Planeten und auch Asteroiden untereinander von diesen Einschlägen betroffen sind, werden täglich Tonnen von Gesteinsbrocken ins All katapultiert. Diese kollidieren untereinander und werden so immer kleiner.

    Schutzschild der Erde: Die Atmosphäre

    Die Atmosphäre schützt die Lebewesen der Erde nicht nur vor schädlichen Strahlen, wie den UV-Strahlen der Sonne, sondern verhindert auch, dass kleine Gesteinsbrocken ungebremst auf unserem Planeten einschlagen. Gäbe es diesen wichtigen Schutzschild nicht, wäre das irdische Antlitz binnen kürzester Zeit vergleichbar mit dem des Mondes. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre geraten die Teilchen durch ihre enorme Geschwindigkeit in Kontakt mit der Luft. Dabei werden die Luftmoleküle stark komprimiert, erhitzt und ionisiert – das lässt die Partikel aufleuchten und erzeugt die charakteristischen Lichtstreifen, die wir als Sternschnuppen kennen.

    Wann kann man Sternschnuppen sehen?

    Gerade der späte Hochsommer mit seinen lauen und noch klaren Nächten trumpft mit wahren Sternschnuppen-Spektakeln auf. Dafür sorgt der sogenannte Perseidenstrom, eine Flugspur des Meteors Swift-Tuttle, den die Erde Mitte August jährlich kreuzt. Die in diesem Strom enthaltenen Partikel verglühen in Erdnähe und sorgen so für eine Schnuppendichte von bis zu 100 pro Stunde am nächtlichen Firmament. Dieses außergewöhnliche Naturphänomen wird seit ungefähr 2000 Jahren in chinesischen Schriften bezeugt und sorgt bis heute für unvergessene Momente des Sommers.

    Schnuppen nicht nur im Sommer - An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass die Erde nicht nur in den Sommermonaten von den kosmischen Partikeln bombardiert wird. Auch in den anderen Jahreszeiten kann man, einen klaren Nachthimmel vorausgesetzt, Sternschnuppen entdecken. Da der Perseidenstrom jedoch eine Garantie für die himmlischen Lichtstreifen gibt, lohnt es sich besonders, sich seine Wünsche für die Mitte des Augusts aufzusparen, denn hier wird man innerhalb einer Stunde mehr Schnuppen sehen, als das ganze Jahr hindurch – wichtig ist nur, dass man seine Wünsche anderen nicht verrät!

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    Sebastian Fiebiger
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    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

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