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Sigmar Gabriel fordert Gesetz gegen Abzocke mit Dispozinsen

Sigmar Gabriel (Archivfoto: Bundestag / Thomas Imo / photothek)

Sigmar Gabriel (Archivfoto: Bundestag / Thomas Imo / photothek)

Sigmar Gabriel fordert ein Gesetz gegen zu hohe Dispozinsen und wirft den Banken Abzocke vor.

Berlin – Die SPD will die Banken per Gesetz dazu zwingen, die Zinsen für Dispo-Kredite zu beschränken. “Wir brauchen endlich ein Gesetz mit einer Obergrenze für Dispo-Zinsen”, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel der “Bild-Zeitung” (Freitagausgabe). “Die Banken können sich für ein Prozent Zinsen Geld bei der Europäischen Zentralbank besorgen. Nie war Geld für sie so billig. Aber die Kunden in Deutschland müssen für ihren Dispo-Kredit im Durchschnitt über zehn Prozent zahlen. Das ist Abzocke.”

Das grün-rot regierte Baden-Württemberg kündigte unterdessen als erstes Bundesland eine Bundesratsinitiative gegen überhöhte Dispo-Zinsen an. Finanzminister Nils Schmid (SPD) der “Bild-Zeitung”: “Jetzt reicht`s. Wir werden nicht länger zuschauen, wie Banken ihren Kunden Dispo-Zinsen von bis zu 18 Prozent berechnen.”

Gesetz gegen hohe Dispozinsen

Gemeinsam mit dem baden-württembergischen Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne) werde er eine Bundesratsinitiative in Angriff nehmen, “um über die Länderkammer ein entsprechendes Gesetz für eine Zinsobergrenze für Dispokredite auf den Weg zu bringen”. Der stellvertretende Ministerpräsident des schwarz-rot regierten Saarlands, Heiko Maas (SPD), erklärte, seine Partei werde sich “dafür einsetzen, dass das Saarland einer solchen Initiative zustimmt”. [dts Nachrichtenagentur]

Das schreiben Andere zum Thema Dispozinsen:

  • Der Westen: Dispozinsen deutscher Banken laut Experten zu hoch
  • RP Online: Neue Gutachten – Dispokredit-Zinsen sind in Deutschland zu hoch
  • Stiftungsindex: “SZ”: Dispozinsen laut Regierungsuntersuchung überhöht
  • Nachrichten von hier: Studie belegt: Banken verlangen zu hohe Dispozinsen

Sebastian Fiebiger (): Ich finde es ja ganz putzig, wenn sich der dicke Gabriel so aufregt.

Aber dieses Mal hat er wirklich recht! Die Finanzindustrie muss reguliert und im Ergebnis auch eingedampft haben. Die Finanzinstitute müssen wieder zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückkehren und Dienstleister für Wirtschaft und Gesellschaft werden. Dazu gehören auch vernünftige Konditionen für Privatkunden.

Im Moment hat die Finanzindustrie einen viel zu hohen Stellenwert. Ich würde eine ganz klare Trennung von traditionellem Bankengeschäft und den Eigengeschäften bevorzugen. Das macht es im Falle des Falles auch einfacher, den essentiellen Teil zu retten. Und das scheint ja inzwischen zum den festen Aufgaben der Steuerzahler zu gehören.


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Kommentare:
  • jws-Hamburg

    Lieber Herr Sebastian Fiebiger,
    finden Sie die Formulierungen “putzig” “der dicke gabriel”
    einen angemessenen Stil ?
    Was soll das ? SPD-Bashing scheint ja momentan modern zu sein.
    Schreiben Sie auch über die “dicke Merkel” ?
    Ansonsten ist Ihr Kommentar richtig.

  • Sebastian (Redaktion)

    > einen angemessenen Stil ?

    Ja. Weil es meine persönliche Meinung und als solche gekennzeichnet ist.

    > Schreiben Sie auch über die “dicke Merkel” ?

    Nö, aber Mutti.

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