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Stephen Hawking: Gehirnscanner kann seine Gedanken lesen

Jana Blaskova

Jana Blaskova

US-Forscher haben einen neuen, mobilen Gehirnscanner entwickelt, der Gedanken lesen und in Sprache übersetzen kann.

Stanford (dts Nachrichtenagentur) – Der US-Neurologe Philip Low hat einen mobilen Gehirnscanner entwickelt, der Gehirnströme aufzeichnet und menschliche Gedankenmuster erkennen kann. Am 7. Juli wird Low zusammen mit dem berühmten Astrophysiker Stephen Hawking die neue Technik auf einem Kongress vorführen. Hawking und Low arbeiten daran, die Gedanken des Physikers per Computer in Worte zu übersetzen – und so dem 70jährigen Nervenkranken eine neue Stimme zu verschaffen, wie Low im Interview mit der Tageszeitung “Die Welt” (Montagsausgabe) beschreibt.

Momentan noch kommuniziert Hawking per Sprachcomputer – mit seinem Wangenmuskel und einem Auge setzt er Buchstaben auf einem Monitor zu Worten zusammen – eine Computerstimme spricht Hawkings Worte dann nach. Doch den Physiker, der unter Amyotropher Lateralsklerose ALS leidet, schwächt seine Krankheit zunehmend, sodass er seinen Wangenmuskel schon bald nicht mehr benutzen können wird. “Stephen hat mich gefragt, ob ich ihm helfen kann”, sagt der Neurowissenschaftler Philip Low im Interview.

So funktioniert der Gehirnscanner

“Wir bitten Hawking, sich vorzustellen, Fußball zu spielen oder die Hand zur Faust zu ballen. All das ergibt typische Denkmuster, so genannte Biosignale, die so charakteristisch sind, dass sie sich im nächsten Schritt in Buchstaben oder ganze Worte übersetzen lassen”. Am kommenden Sonntag präsentieren Low und Hawking ihre Methode auf der Francis Crick Memorial Conference 2012 im britischen Cambridge.

Das schreiben Andere über Stephen Hawking:

  • News4Teachers: US-Forscher wollen Stephen Hawkings Gedanken lesen
  • RollingPlanet: Sensationelle Technik: US-Forscher können Stephen Hawkings Gedanken lesen
  • Woxikon Magazin: Gehirnscanner: iBrain soll Stephen Hawking unterstützen

Sebastian Fiebiger (): Noch funktionieren solche Scanner auf Basis von Mustererkennung. Sie können also nur Worte verstehen, auf die sie vorher trainiert wird.

Richtig interessant wird diese Technologie, wenn sie ohne vorheriges Training, die Worte eines neuen Probanden verstehen kann. Dazu ist es aber nötig, die “Sprache” des Gehirns zu verstehen. Dem nähert man sicher allerdings – getreu dem Motto “erst imitieren, dann interpretieren” – mit solchen Entwicklungen an.

       
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