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    Home»Nachrichten»Fredi Bobic wehrt sich gegen Kritik an Geisterspielen

    Fredi Bobic wehrt sich gegen Kritik an Geisterspielen » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion01.05.20↻ 16.11.21

    Fußball, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Fußball, über dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Sportvorstand des Fußball-Erstligisten Eintracht Frankfurt, Fredi Bobic, wehrt sich dagegen, bei der Frage nach Lockerungen in der Coronakrise verschiedene Gesellschaftsfelder gegeneinander auszuspielen. "Ich würde mich doch auch freuen, wenn die Kitas oder die Spielplätze wieder aufmachen, aber das liegt nicht in unserer Hand", sagte Bobic der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). "Wir können nur dafür sorgen, dass wir wieder Fußball spielen, sobald wir das dürfen - ohne jemanden zu schädigen oder jemandem etwas wegzunehmen."

    Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hofft auf eine Fortsetzung der wegen der Coronakrise unterbrochenen Spielzeit von Mitte oder Ende Mai an und hat ein umfassendes Hygienekonzept für Spiele ohne Stadionpublikum vorgelegt. In der kommenden Woche wollen Bund und Länder darüber befinden. Mit dem häufig geäußerten Vorwurf, der Fußball verlange eine Sonderrolle, kann Bobic nichts anfangen: "Ich kenne die Meinungen, aber ich finde nicht, dass wir Druck machen", sagte er der SZ. "Wir bereiten uns darauf vor, wieder anfangen zu können, genau wie jeder Restaurantbesitzer und jedes Unternehmen, das wieder loslegen möchte und muss. Wir wollen keine Sonderrolle, wir wollen das machen, was alle tun: den Laden wieder ins Laufen bringen." Ihm falle "niemand ein, der davon profitieren könnte", wenn die Politik sogenannte "Geisterspiele" weiterhin untersage. "Ich sehe nur den Schaden, wenn der Fußball nicht wieder spielt. Ich verstehe natürlich, wenn jemand mit Fußball nichts anfangen kann. Aber warum sollte man dagegen sein? Aus Schadenfreude? Das wäre traurig." Zugleich hofft Bobic in manchen Bereichen auf ein Umdenken der Branche, etwa bei den zuletzt ins Unermessliche gestiegenen Gehältern von Profis und Spielerberatern. Vieles werde sich auch schlicht dadurch verändern, dass nach der Coronakrise weniger Geld im System sein werde. "Die Situation wird nicht mehr typischerweise die sein, dass der Spieler in der Super-Verhandlungsposition ist. Es wird viele arbeitslose Spieler geben in dieser Krise, der Transfermarkt wird voll von ihnen sein. Der Kuchen wird künftig wahrscheinlich um einiges kleiner sein", sagte Bobic der SZ.

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