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    Home»Nachrichten»Grüne: Ausbau der Stromnetze erfolgt auf unsicherer Datenbasis

    Grüne: Ausbau der Stromnetze erfolgt auf unsicherer Datenbasis » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion25.07.12

    Hochspannungsleitung, dts Nachrichtenagentur
    Foto: Hochspannungsleitung, dts Nachrichtenagentur

    Berlin - Die Grünen üben heftige Kritik an den Plänen zum Ausbau der Stromnetze. Sie werfen der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur vor, der Ausbau erfolge auf unsicherer Datenbasis und gleiche daher einem Blindflug. Tatsächlich hat die Bundesnetzagentur bislang nicht alle relevanten Daten für den Netzausbau öffentlich zugänglich gemacht.Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Oliver Krischer hervor, die dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) vorliegt. Die Bundesnetzagentur habe bislang noch keine Lastflussdaten herausgegeben, heißt es in dem Schreiben. Das Ministerium räumt ein, elf Institutionen, Personen oder Unternehmen hätten bereits entsprechende Anträge auf Herausgabe der Daten gestellt. Die Herausgabe der Daten ist im Energiewirtschaftsgesetz geregelt. Lastflussdaten geben Aufschluss darüber, wie viel Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt durch eine Leitung fließt und wie stark die Leitung damit ausgelastet ist. Sie sind ein wichtiger Indikator dafür, an welchen Stellen das Netz stark beansprucht ist und rasch ausgebaut werden muss. Ohne die Lastflussdaten lässt sich nach Überzeugung der Grünen keine belastbare Netzplanung betreiben. Es bestehe die Gefahr, dass demnächst der Bau von über 3.500 Kilometer Leitungen gesetzlich festgelegt werde, ohne dass deren Notwendigkeit jemals überprüft worden sei. "Die Bundesnetzagentur muss diese Geheimniskrämerei schnellstmöglich beenden und die Daten unverzüglich unabhängigen Experten zur Verfügung stellen", sagte Krischer dem "Handelsblatt". Die Veröffentlichung der Lastflussdaten sei zwingend erforderlich, "denn jede Leitung, deren Notwendigkeit nicht zuvor von unabhängigen Experten geprüft wurde, wird von den Bürgerinnen und Bürgern in Frage gestellt werden". Bei der Bundesnetzagentur hieß es gestern, die Anträge auf Herausgabe der Daten würden geprüft. [dts Nachrichtenagentur]

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